Geklaute Sturmgewehre: Busse für Offiziere
Aktualisiert

Geklaute Sturmgewehre: Busse für Offiziere

Die Militärjustiz hat die Kommandanten zum Waffendiebstahl von Marly zur Verantwortung gezogen. Sie haben Dienstvorschriften verletzt, weil sie auf eine Sonntagswache verzichtet haben.

Der Auditor hat im Strafmandatsverfahren gegen den Bataillonskommandanten eine bedingte Geldstrafe von 15 Tagessätzen und gegen den Brigadekommandanten eine bedingte Geldstrafe von zehn Tagessätzen sowie gegen beide Kommandanten eine Busse von je 500 Franken verfügt. Der Auditor hat im weiteren die drei unterstellten Kompagniekommandanten mit einer Disziplinarbusse von je 300 Franken bestraft.

Der Auditor wirft ihnen vor, den Wachtdienst nicht vorschriftsgemäss organisiert zu haben, in dem sie auf eine Sonntagswache verzichtet hätten. Damit hätten sie ebenfalls den Tatbestand der Verletzung von Dienstvorschriften erfüllt. Der Auditor geht jedoch von einem leichten Fall aus, weshalb das Strafverfahren mit Disziplinarstrafen eingestellt wurde.

Gegen die Strafmandate kann innerhalb von zehn Tagen Einsprache erhoben und eine gerichtliche Beurteilung im ordentlichen Verfahren verlangt werden.

Am Wochenende vom 17. und 18 September 2006 waren aus einer Truppenunterkunft in Marly 82 Sturmgewehre, drei Pistolen, Munition sowie weiteres Armeematerial gestohlen worden. Die Täter konnten am 21. Oktober 2006 verhaftet werden. Das Diebesgut wurde zum grössten Teil sichergestellt. Die Täter wurden der zivilen Strafjustiz überstellt. (dapd)

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