Gekröpfter Nordanflug ist sehr schwierig
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Gekröpfter Nordanflug ist sehr schwierig

Testflüge haben gezeigt: Der geplante gekröpfte Nordanflug auf den Flughafen Zürich-Kloten ist anspruchsvoll. Ob er nun sicher machbar sei, lässt sich noch nicht sagen.

Dies wurde nun durch die ersten Testflüge des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL) bestätigt. Sprecher Daniel Göring sagte am Donnerstag auf Anfrage, die insgesamt neun probeweise durchgeführten gekröpften Nordanflüge hätten den Gesamteindruck eines anspruchsvollen und ungewohnten Anflugverfahrens hinterlassen.

Grund für die hohen Anforderungen ist die scharfe Rechtskurve, in die der Pilot nach dem Anflug über den Kanton Aargau entlang der deutschen Grenze einschwenken muss, um in die Anflugschneise der Nordpisten 14 und 16 zu gelangen. Die Kurve werde nach Instrumenten, der Anflug dann aber nach Sicht geflogen, sagte Göring. Die Rechtskurve müsse so eng geflogen werden, dass es danach nicht mehr möglich sei auf den Leitstrahl der Landepisten zu kommen.

Schwieriges Flugmanöver

Das BAZL führte am Mittwoch sechs Nordanflüge am Nachmittag sowie drei am Abend mit einer Falcon-50-Maschine durch. Mit Grossraum-Jets werde der Anflug in Simulatoren geübt, so Göring. Ob der gekröpfte Nordanflug nun sicher machbar sei, liesse sich noch nicht sagen. Dies müssten unter anderem auch die Simulatorflüge zeigen. Z

udem müssen der Flughafen sowie Skyguide das neue Flugsicherungsverfahren sowie die geänderte Luftraumstruktur bestimmen. Im Herbst werde man eventuell soweit sein, verlässliche Zeitangaben für die mögliche Einführung des gekröpften Nordanflugs zu machen.

(dapd)

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