Paris: Gelbwesten gehen trotz Anschlag auf die Strassen
Aktualisiert

ParisGelbwesten gehen trotz Anschlag auf die Strassen

Die Proteste in Frankreich dauern auch heute an. Zuvor appellierte die Regierung an die Aktivisten, nach dem Anschlag in Strassburg auf neue Kundgebungen zu verzichten.

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Seit Wochen gehen die Aktivisten in Paris auf die Strasse.

Seit Wochen gehen die Aktivisten in Paris auf die Strasse.

AFP/Zakaria Abdelkafi
Im Ballungsraum Paris gab es am Vormittag nach Behördenangaben bereits etwa 30 Festnahmen.

Im Ballungsraum Paris gab es am Vormittag nach Behördenangaben bereits etwa 30 Festnahmen.

AFP/Valery Hache
Nicht nur gelbe Westen werden getragen. Diese Frauen haben sich als Marianne, dem National-Symbol der französischen Republik, verkleidet.

Nicht nur gelbe Westen werden getragen. Diese Frauen haben sich als Marianne, dem National-Symbol der französischen Republik, verkleidet.

AFP/Valery Hache

Auf den Pariser Champs Elysées und in anderen Teilen Frankreichs haben sich am Samstagmorgen die ersten Gelbwesten zu neuerlichen Protesten gegen die Regierung versammelt.

In der Hauptstadt waren rund 8000 Polizisten und andere Ordnungskräfte mit 14 gepanzerten Fahrzeugen der Gendarmerie im Einsatz. Landesweit wurden 69'000 Polizeikräfte mobilisiert.

Im Ballungsraum Paris gab es am Vormittag nach Behördenangaben bereits etwa 30 Festnahmen. Am vergangenen Samstag waren in Paris fast 2000 Menschen festgenommen worden.

«Gelbwesten» gehen trotz Anschlag wieder auf die Strasse

Die Proteste in Frankreich dauern weiter an. Zuvor appellierte die Regierung an die Aktivisten, nach dem Anschlag in Strassburg auf neue Kundgebungen zu verzichten. (Video: AP)

Wie Marianne-Büsten aufgestellt: Eine Gruppe von Aktivistinnen protestiert in Paris. Video: AP

Polizeipräsenz

Wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten, standen der Elysée-Palast, Amtssitz von Präsident Emmanuel Macron, das Hôtel Matignon, Amtssitz des Premierministers Édouard Philippe, die Nationalversammlung und das Innenministerium unter besonders starkem Polizeischutz.

Dagegen waren Touristen-Attraktionen wie Eiffelturm, Louvre und andere Museen sowie die grossen Kaufhäuser im Gegensatz zum vergangenen Samstag frei zugänglich. An den vergangenen vier Samstagen hatte es zum Teil heftige Zusammenstösse zwischen Polizei und Demonstranten, Tränengaseinsatz, brennende Autos und Barrikaden gegeben.

Reaktion Macrons

Macron hatte zu Wochenbeginn als Reaktion auf die Proteste unter anderem eine Erhöhung des Mindestlohns verkündet. Die Regierung appellierte zudem an die Aktivisten, nach dem tödlichen Anschlag in Strassburg auf neue Kundgebungen zu verzichten.

Gemässigte Gelbwesten riefen danach zu einer «Ruhepause» und zum «Dialog» mit der Regierung auf. Der militantere Teil der Protestbewegung erklärte die Zugeständnisse der Regierung dagegen für ungenügend und sah «keinerlei Zusammenhang» zu dem Vorfall in Strassburg.

Die Gelbwesten fordern den Rücktritt Macrons sowie Steuersenkungen, höhere Renten und Löhne. (sda)

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