02.08.2020 07:43

Coronavirus

Geld für eine Schweizer Impfstudie fehlt

Da das BAG keine Impfstudien mitfinanziert, fehlten einer Firma acht Millionen Franken - obwohl alles bereit stehe, heisst es in einem Bericht.

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10. August
10. August

Am 10. August meldete das BAG 105 Neuinfektionen.

Keystone
Impfstoff
Impfstoff

Die ersten Impfdosen werden an die ältere Bevölkerungs- und Risikogruppen verteilt, heisst es seitens der Eidgenössischen Kommission für Impffragen.

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7. August
7. August

Die Schweiz ist nun auch auf der Coronavirus-Quarantäne-Liste von Slowenien. Alle aus der Schweiz dorthin einreisenden Personen müssen in 14 Tage Isolation.

Keystone

Darum gehts

  • Die Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus läuft auf Hochtouren.
  • In der Schweiz könnte eine Studie durchgeführt werden, doch die Finanzierung stehe noch nicht, heisst es.
  • Das BAG sieht vorerst keine finanzielle Unterstützung von solchen Studien vor.

Eigentlich könnten gemäss der «NZZ am Sonntag» in den nächsten Wochen 1000 Menschen einen möglichen Impfstoff der Firma Moderna verabreicht bekommen. In sechs führenden Spitälern der Schweiz würde alles für eine erste grosse Studie im Kampf gegen das Coronavirus bereitstehen. Doch da das Bundesamt für Gesundheit (BAG) einen entsprechenden Antrag auf Mitfinanzierung des Projekts noch nicht beantwortet habe, fehlten der Firma acht Millionen Franken zur Finanzierung. Das BAG erklärt dazu in der Zeitung: «Eine Finanzierung von Covid-19-Vakzin-Studien durch das BAG ist zum heutigen Zeitpunkt nicht vorgesehen.»

Ein Blick ins Ausland zeige, dass 60'000 Menschen in klinischen Versuchen bereits zwei verschiedene mögliche Impfstoff-Kandidaten bekommen. Die Hälfte davon erhalte den Wirkstoff der Firma Moderna, den unter anderem Lonza in der Schweiz im Auftrag herstellt.

Die Suche nach einem Corona-Impfstoff läuft weltweit auf Hochtouren. (Symbolbild)

Die Suche nach einem Corona-Impfstoff läuft weltweit auf Hochtouren. (Symbolbild)

KEYSTONE

Wie es weiter heisst, hinke die Schweiz auch bei der Sicherung von möglichen Impfstoffen hinterher. Bern habe noch keinen Vertrag mit potenziellen Impfstoffherstellern abschliessen können - die EU, Japan, Grossbritannien und die USA hingegen schon.

(SDA)

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116 Kommentare
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Heidi K.

03.08.2020, 23:47

Es muss nun nicht jedes einzelne Land forschen. Bereits gibt es genügend namhafte Hersteller, die auch schon sehr weit sind. Viel wichtiger ist es, für die Scgweiz genügend Impfstoff zu bestellen und das Geld dafür sinnvoll zu investieren.

Typisch

03.08.2020, 22:04

Wie fast immer, lassen die Behörden die Hände im Schosse ruhen.Man könnte meinen, der Impfstoff, werde später der Schweiz nach geworfen. Milliarden an Hilfen ausbezahlt, was gut war, ausser der laschen Kontrolle. Nun geht es um ein paar Millionen für Impfstoff - ausgerechnet dafür, will man kein Geld locker machen. WARUM!!! Wieder eine Unfähigkeit mehr???

Hallo

03.08.2020, 22:00

Moment... Die USA hatte der Schweiz bereits 480 Millionen für die Studien gegeben. Wo ist denn jetzt alles hin?