Aktualisiert 13.08.2009 16:13

Zürcher LotteriefondsGeld für «weiblichen Blick in die Zukunft»

Der Zürcher Regierungsrat hat für verschiedene Projekte insgesamt 1,518 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds bewilligt. Mit dem Höchstbetrag von 500 000 Franken unterstützt er das Vorprojekt für die Ausstellung «2020 - Der weibliche Blick auf die Zukunft».

Die «Alliance F» hat von 30 Frauenorganisationen den Auftrag erhalten, nach 1928 und 1958 (Saffa-Ausstellung) eine dritte nationale Frauenausstellung durchzuführen, wie der Regierungsrat in seinem Bericht vom Donnerstag ausführt. Als Thema gewählt worden sei «Frau und Wirtschaft». Die Gesamtkosten der Ausstellung sind mit 15 Millionen Franken veranschlagt.

Starthilfebeitrag wird später angerechnet

Das Vorhaben entspreche dem Legislaturziel des Regierungsrates, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Es sei auch sinnvoll, dass der Verein «Alliance F» nur einen Kanton um eine Starthilfe für das Vorprojekt ersuche. Das Hauptgesuch um Beiträge werde ab 2010 an alle Kantone gerichtet. Dem Kanton Zürich werde der Starthilfebeitrag dann angerechnet.

400 000 Franken erhält das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern für die Senkung der Amortisationskosten. Der Beitrag ist laut Regierungsrat aufgrund der nationalen und internationalen Ausstrahlung des Hauses gerechtfertigt. Das Haus sei zudem auch für die Zürcher Bevölkerung ein wichtiger Freizeit- und Bildungsort.

Aussichtsturm als Erinnerung

200 000 Franken bewilligte der Regierungsrat der Stiftung Schloss Regensberg, die im renovierten Turm eine Ausstellung über den geschichtlichen Hintergrund des Bauwerkes realisieren will. Das älteste Baudenkmal von Regensberg ist öffentlich zugänglich.

Die Stiftung F&F Schule für Kunst und Mediendesign erhält 180 000 Franken. Der Betrag ist mit der Auflage verbunden, dass die Stadt Zürich die Schule mindestens während der nächsten fünf Jahre im heutigen Umfang finanziell unterstützt.

60 000 Franken erhält die Zivilgemeinde Wildensbuch, die Ende Jahr aufgelöst und in die politische Gemeinde Trüllikon integriert wird. Zum Andenken an ihr Bestehen und Wirken will Wildensbuch einen 35 Meter hohen Aussichtsturm auf der Hochwacht realisieren.

Geld geht auch an Schneckenforscher

Kleinere Lotteriefondsbeiträge gehen ferner an die Winterhilfe Zürich, die Arbeitsgruppe «Schneckenfauna der Schweiz», die Wölflin- Stiftung in Winterthur, den Verein Historische Seetalbahn, an die Freunde des Botanischen Gartens Zürich und an den Verband der Gemeindepräsidenten des Kantons Zürich.

Gemäss dem Gesetz über Controlling und Rechnungslegung kann der Regierungsrat in eigener Kompetenz aus den allgemeinen Mitteln des Lotteriefonds pro Jahr Beiträge bis zu 10 Millionen Franken bewilligen. Der einzelne Beitrag darf dabei 500 000 Franken nicht übersteigen.

(sda)

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