Champions League: Geld schiesst keine Tore – auch nicht 105 Millionen
Aktualisiert

Champions LeagueGeld schiesst keine Tore – auch nicht 105 Millionen

Das ist eine alte Fussball-Weisheit und sie trifft derzeit auch auf den FC Valencia zu, den heutigen YB-Gegner in der Königsklasse.

von
Dominic Wuillemin
Bern
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In der Offensive von Valencia ist derzeit der Wurm drin. Es wollen einfach keine Stürmer-Tore gelingen, und das bei einem Sturm-Trio das einen Marktwert von 105 Millionen hat. Spaniens Nationalstürmer Rodrigo ist rund 50 Millionen Euro wert.

In der Offensive von Valencia ist derzeit der Wurm drin. Es wollen einfach keine Stürmer-Tore gelingen, und das bei einem Sturm-Trio das einen Marktwert von 105 Millionen hat. Spaniens Nationalstürmer Rodrigo ist rund 50 Millionen Euro wert.

epa/Nigel Roddis
Rodrigos Sturmpartner Michy Batshuayi (l.) ist 40 Millionen wert. Auch er leidet an Ladehemmungen.

Rodrigos Sturmpartner Michy Batshuayi (l.) ist 40 Millionen wert. Auch er leidet an Ladehemmungen.

AP/Jon Super
Auch dem dritten im Bunde läuft es nicht wie gewünscht: Der Franzose Kevin Gameiro (r.) hat wie seine Sturmpartner auch nur einen Saisontreffer auf dem Konto.

Auch dem dritten im Bunde läuft es nicht wie gewünscht: Der Franzose Kevin Gameiro (r.) hat wie seine Sturmpartner auch nur einen Saisontreffer auf dem Konto.

epa/Kai Foersterling

Rodrigo, geschätzter Wert 50 Millionen Euro, Michy Batshuayi, 40, Kévin Gameiro, 18: Die drei Valencia-Stürmer bringen es gemeinsam auf einen Marktwert von 108 Millionen. Sie sind Nationalspieler Spaniens, Belgiens, Frankreichs. Haben unter anderem Titel in England und Portugal gewonnen. Doch derzeit plagt das teure Trio die gleiche Sorge: Es trifft das Tor nicht.

Je einen mickrigen Treffer haben die Angreifer in dieser Saison erzielt. Das hat dazu geführt, dass der letztjährige Vierte neben Barcelona und Atlético Madrid zwar das einzige spanische Team ist, dass erst einmal verloren hat. Aber dennoch ist Valencia nach 9 Spieltagen nur auf dem 13. Rang klassiert. Das einzige Mal gewannen die Spanier Ende September, beim 1:0 in San Sebastian. In der Champions League wartet Valencia wie YB auf den ersten Treffer.

«Der Ball will einfach nicht reingehen»

Die dürftige Torausbeute ist gestern Abend das bestimmende Thema bei der Medienkonferenz Valencias im Stade de Suisse. Der französische Mittelfeldmotor Geoffrey Kondogbia meint, die Mannschaft müsse sich keinen Vorwurf machen. «Der Ball will derzeit einfach nicht reingehen.» Sein Trainer Marcelino unterstreicht Kondogbias Worte mit Zahlen. Der 53-Jährige Spanier meint, man habe letztes Jahr zum gleichen Zeitpunkt zwar 18 Treffer mehr erzielt. «Aber wir haben in dieser Saison öfters aufs Tor geschossen, sind öfters im Sechzehnmeterraum.» Er schliesst daraus, dass alles nur eine frage der Effizienz sei. Er sagt: «Ich bin überzeugt, dass wir besser aufgestellt sind als im letzten Jahr.»

Allmählich müssen den Worten Taten folgen, der Druck auf den Trainer hat nach dem dürftigen Saisonstart zugenommen. Ein Sieg heute bei YB würde helfen.

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