Walenstadt SG: Strafbefehl für Schulratspräsidentin wegen Alkoholparty

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Walenstadt SGStrafbefehl für Schulratspräsidentin wegen Alkoholparty

In Walenstadt SG hat eine Schulratspräsidentin einer Sekundarschule ihre Schüler zum Abschluss mit Alkohol versorgt. Nun erhielt sie eine bedingte Geldstrafe.

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Tequila, Wodka, Jägermeister und Alkopops: Eine Schulratspräsidentin macht ihren Schülern ein hochprozentiges Geschenk. (Symbolbild)

Tequila, Wodka, Jägermeister und Alkopops: Eine Schulratspräsidentin macht ihren Schülern ein hochprozentiges Geschenk. (Symbolbild)

Keystone/Martin Gerten
In dieser Ferienhütte im Flumserberg kam es zum Saufgelage.

In dieser Ferienhütte im Flumserberg kam es zum Saufgelage.

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Die Jugendlichen hätten sich übergeben müssen, andere waren komplett weggetreten. (Symbolbild)

Die Jugendlichen hätten sich übergeben müssen, andere waren komplett weggetreten. (Symbolbild)

Keystone/Urs Flüeler

Darum gehts

  • Eine Schulratspräsidentin rüstete eine Klasse mit Alkohol aus.
  • Nun erhielt sie einen Strafbefehl.
  • Sie habe sich «mindestens eventualvorsätzlich des Verabreichens oder des zur Verfügung Stellens gesundheitsgefährdender Stoffe» schuldig gemacht.

Die Schulratspräsidentin von Walenstadt soll Schülerinnen und Schüler einer dritten Sekundarklasse für eine Abschlussfeier mit hochprozentigen Spirituosen versorgt haben. Diese Geschichte hatte anfangs Juli die Tageszeitung «Blick» bekannt gemacht.

Die St. Galler Staatsanwaltschaft kündigte damals an, dass der Sachverhalt mit einem polizeilichen Ermittlungsverfahren abgeklärt werde. Nun liegt dazu ein Strafbefehl vor. Danach hatte die Frau zusammen mit ihrer Tochter in einem Grosseinkauf unter anderem Softdrinks für die Abschlussfeier, aber auch diverse Spirituosen für eine private Geburtstagsfeier eingekauft.

Transport übernommen

Anschliessend wurden die Einkäufe im Keller gelagert. Vor der Abschlussfeier fragte die Tochter, ob sich ihre Klasse von den gelagerten Alkoholika bedienen dürfe. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft habe dies die Beschuldigte gestattet und auch den Transport zur Hütte übernommen, wo die Feier stattfand.

Die Schulratspräsidentin habe sich damit «mindestens eventualvorsätzlich des Verabreichens oder des zur Verfügung Stellens gesundheitsgefährdender Stoffe» schuldig gemacht, heisst es im noch nicht rechtskräftigen Strafbefehl. Die Staatsanwaltschaft sprach dafür eine bedingte Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je 450 Franken sowie eine Busse von 1800 Franken aus.

(SDA, fss)

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