6 Milliarden Dollar: Geldwäscherei-Skandal um US-Digitalwährung
Aktualisiert

6 Milliarden DollarGeldwäscherei-Skandal um US-Digitalwährung

Es könnte der grösste je aufgedeckte Geldwäsche-Fall sein: Mit dem digitalen Bezahlsystem «Liberty Reserve» sollen Milliarden aus kriminellen Machenschaften in die Wirtschaft geschleust worden sein.

von
rey
US-Staatsanwalt Preet Bharara zeigt den globalen Einfluss des Liberty-Reserve-Geldwäscherrings auf.

US-Staatsanwalt Preet Bharara zeigt den globalen Einfluss des Liberty-Reserve-Geldwäscherrings auf.

Die US-Behörden ermitteln in einem der grössten Geldwäscherei-Fälle der Geschichte. Insgesamt werden sieben Personen beschuldigt, im Zusammenhang mit dem digitalen Bezahlsystem Liberty Reserve weltweit rund sechs Milliarden Dollar etwa aus Drogengeschäften, Kinderpornografie oder Identitätsdiebstahl in den Wirtschaftskreislauf geschleust zu haben. Die Firma sei «die bevorzugte Bank der kriminellen Unterwelt» gewesen, erklärte Staatsanwalt Preet Bharara am Dienstag in New York.

Innerhalb von sieben Jahren soll das Unternehmen mit Sitz in Costa Rica etwa 55 Millionen illegale Transaktionen für etwa eine Million User ausgeführt haben. Liberty-Reserve-Gründer Arthur Budovsky wurde zusammen mit einem weiteren Verdächtigen bereits vergangene Woche in Spanien festgenommen. Auch der Ko-Gründer Vladimir Kats und zwei weitere Personen wurden laut den Ermittlern inhaftiert. Zwei Verdächtige befinden sich noch auf freiem Fuss. (rey/sda)

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