Intime E-Mails verschickt: Zuger Polizei-Kader und Ex-Geliebte freigestellt
Aktualisiert

Intime E-Mails verschicktZuger Polizei-Kader und Ex-Geliebte freigestellt

Eine Zuger Beamtin ist sauer auf ihren Liebhaber, einen Polizei-Kader. Sie verschickte intime E-Mails, die nun veröffentlicht wurden.

von
leg/bz
1 / 5
Eine Zuger Beamtin ist sauer auf ihrem Liebhaber, einen Polizei-Kader. (Symbolbild)

Eine Zuger Beamtin ist sauer auf ihrem Liebhaber, einen Polizei-Kader. (Symbolbild)

Keystone/Alexandra wey
Sie verschickte intime E-Mails, die nun veröffentlicht wurden.

Sie verschickte intime E-Mails, die nun veröffentlicht wurden.

Keystone/Alexandra wey
Die Empfänger der versendeten E-Mail: Polizei, Verwaltung und die Medien.

Die Empfänger der versendeten E-Mail: Polizei, Verwaltung und die Medien.

Keystone/Alexandra wey

Am Freitag wurde von einem offiziellen Mail-Konto einer Zuger Polizistin eine E-Mail mit Dutzenden intimen Nachrichten veröffentlicht. Die Empfänger der versendeten E-Mail: Polizei, Verwaltung und Medien.

Fall hat Untersuchungen ausgelöst

In den Konversationen zwischen der Polizistin und einer Sekretariatsangestellten geht es um einen hohen Polizei-Kader. Ihm wird auch Stalking vorgeworfen: «Er hat mich mit dem Feldstecher ausspioniert», steht darin. Offenbar hatte der Polizei-Kader mit der Beamtin ein Verhältnis. Wie 20 Minuten weiss, ist der Mann verheiratet und hat Kinder. Der E-Mail-Verlauf liegt der Redaktion vor.

Die beiden Mitarbeiter der Zuger Polizei wurden per sofort freigestellt. In einer Mitteilung der Zuger Strafverfolgungsbehörden heisst es: «Der Schriftverkehr wurde im Namen der involvierten Mitarbeiterin der Zuger Polizei versendet. Allerdings kann nach bisherigen Erkenntnissen nicht ausgeschlossen werden, dass eine unbekannte Drittperson für den Versand verantwortlich ist.» Auch seien in den Unterlagen vertrauliche Daten aus dem Einsatzjournal der Zuger Polizei enthalten, heisst es in der Mitteilung weiter. Diese würden dem Amtsgeheimnis unterliegen.

Die Nachrichten konnten nicht mehr gelöscht werden

Will sich hier eine verlassene Geliebte mit der Veröffentlichung intimer Details rächen? Kurz nachdem die E-Mail verschickt wurde, versuchte der Versender, die E-Mails wieder zu löschen. Doch das war nicht mehr möglich. Die Nachrichten mit expliziten sexuellen Inhalten waren bereits verschickt: Er solle sich melden, wenn er einen «Ständer habe», heisst es beispielsweise in einer der Nachrichten, als die Affäre noch andauerte. In einer späteren E-Mail wird der Kadermitarbeiter als «Dreck Seckel»bezeichnet.

Es wurde eine Untersuchung eingeleitet, teilen die Strafverfolgungsbehörden mit. «Diese wird durch ein anderes Polizeikorps geführt.»

Die beiden betroffenen Polizei-Mitarbeiter waren für eine Stellungnahme gegenüber 20 Minuten bisher nicht erreichbar.

Deine Meinung