Überragender Yann Sommer - Die Schweiz erkämpft sich ein 0:0 gegen Europameister Italien!

Überragender Yann Sommer Die Nati erkämpft sich ein 0:0 gegen Europameister Italien!

Die Schweizer Nati knöpft in der WM-Quali Italien vor 31'000 Zuschauern ein Unentschieden ab. Bester Mann auf dem Platz: Der Nati-Goalie Yann Sommer.

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Ressort Sport

Yann Sommer lässt Italiener verzweifeln

SRF

Was für ein Spiel im Basler Joggeli! Vor 31'000 Zuschauern bringt eine leidenschaftlich auftretende Nati Europameister Italien zur Verzweiflung. Dabei kann sich die Schweiz wie schon an der EM auf ihren Goalie Yann Sommer verlassen.

Kurz vor Ende der Startviertelstunde hatte Immobile die erste Chance der Italiener. Akanji rettete in letzter Sekunde, beim Nachschuss von Insigne war Sommer zur Stelle. In der 21. Minute brauchte es den EM-Helden erneut. Nach einem Eckball lief die Nati in einen Konter. Sommer hielt überragend gegen den allein aufs Tor ziehenden Berardi.

Sommer hält alles

Nach 35 Minuten war Sommer dann chancenlos. Der Schlenzer von Insigne zischte zum Glück aber haarscharf am Schweizer Tor vorbei.

Ihre gefährlichste Aktion hatten Schweizer kurz vor der Pause, als ein Akanji-Kopfball sein Ziel nur um Zentimeter verfehlte. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Nati ihre stärkste Phase und wird zur Pause mit einem 0:0 belohnt. Auch weil Sommer mit dem Schlusspfiff einen gefährlichen Freistoss noch rauskratzt.

Jorginho verschiesst Penalty

Keine fünf Minuten waren nach der Pause gespielt, als der spanische Schiedsrichter nach einem Tackling von Rodriguez auf den Punkt zeigte. Doch einmal mehr konnte sich die Nati auf einen überragenden Yann Sommer verlassen, der den Penalty von Jorginho parierte.

Nach einer Stunde reagierte Murat Yakin und wechselte gleich dreimal. Rodriguez, Sow und Zuber machten Platz für Garcia, Zakaria und Vargas. Die Wechsel zeigten sofort Wirkung, die Schweiz hatte das Spiel plötzlich unter Kontrolle.

Immer wieder lancierte die Nati angetreiben von den bärenstarken Aebischer und Frei Angriffe. Zeitweise stand die Schweiz sogar so hoch, das Italien nur durch Konter gefährlich werden konnte. Joker Zakaria vergab in der 84. Minute die beste Schweizer Chance. Ein Treffer wollte auf beiden Seiten keiner mehr fallen.

Deine Meinung

Sonntag, 05.09.2021

Coach Yakin im SRF-Interview

«Viel konnte ich zur Mannschaft noch nicht sagen, doch ich muss der Mannschaft ein grosses Kompliment machen und die Unterstützung der Zuschauer war grossartig.

Steffen und Zuber mussten viel defensiv arbeiten, daher fehlte etwas die Luft für die Offensivläufe, doch insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Leistung.

Viele Umstellungen wurden wunschgemäss umgesetzt. Zu Beginn war die Nervosität etwas zu spühren und einige Spieler mussten den Rhythmus finden, doch in der zweiten Halbzeit sind wir viel besser ins Spiel gekommen.

Die Laufbereitschaft war da. Nach der Pause wollten wir etwas intelligenter spielen und die gewonnenen Bälle nicht gleich wieder hergeben.

Wenn wir etwas mehr Glück haben, könnten wir das Spiel auch gewinnen. Aber auch der gehaltene Penalty von Yann Sommer war spielentscheidend.

Die Absicherung hat [beim Konter von Berardi] nicht gestimmt, weil jeder das Tor schiessen wollte, doch dass Italien in einem Auswärtsspiel kontert war auch für uns neu.

Ich kenne Fabi [Frei] natürlich. Vor allem als Bindeglied zwischen Offensive und Defensive ist er enorm stark und hat eine grossartige Leistung gezeigt.

Für das Spiel mit Nordirland habe ich noch keine Minute verschwendet, da es eine sehr intensive Woche war. Der Punkt von heute bringt sehr viel Selbstvertrauen für die nächsten Spiele.»

Startelf-Debütant Aebischer im SRF-Interview

«Ich glaube es war ein super Spiel von uns, gegen einen guten Gegner mit guten Einzelspielern. Wir wussten, dass wir gut verteidigen müssen und dies haben wir so umgesetzt. Offensiv haben wir die letzte Lösung nicht gefunden, dennoch war es ein gelungener Abend.

Zu Beginn haben wir etwas Zeit benötigt uns in der Mitte zurechtzufinden, doch je länger das Spiel dauerte, desto besser hat es funktioniert.

Ich habe mich heute gut gefühlt und gute Aktionen geben auch Sicherheit und Selbstvertrauen.»

Fabian Frei im SRF-Interview

«Der Sprint am Schluss hat alles zugemacht. Ich wollte noch wechseln, doch dies war nicht mehr möglich.

Ich war nicht von Anfang an überzeugt, dass es heute so gut laufen wird. Doch ich wurde von der Mannschaft gut aufgenommen und heute war es der Aufwand wert.

Die letzten Tage sind optimal gelaufen. Ich war überrascht über den Anruf am Donnerstag und habe mich versucht bestmöglich einzubringen. Den Jungen kann ich noch das eine oder andere beibringen und sie hören glücklicherweise auch auf mich.

Wir haben in der Mitte zum ersten Mal in dieser Konstellation zusammengespielt und wollten zu Beginn mal Sicherheit gewinnen.

In Vergangenheit war es für mich nicht immer einfach mit der Nationalmannschaft, doch heute wurde ich für vieles entschädigt.»

Manuel Aknaji im SRF-Interview

Es sei heute und auch in der Vergangenheit immer der Plan gewesen, starke Gegner früher zu stören und mehr läuferischen Aufwand zu betreiben. Dies sei auch etwas was Yakin den Spielern vor dem Spiel eingeprägt hat. Gegen Schluss seien die Italiener müde geworden und sind fehleranfälliger geworden, was den Schweizern geholfen habe. Für das neu formierte Mittelfeld hat Akanji nur lobende Worte. Die ganze Mannschaft habe eine super Leistung gezeigt. So soll es auch in den nächsten Spielen weitergehen.

Yann Sommer im SRF-Interview

«Ich bin sehr happy mit dem Punktgewinn. Die Woche war sehr chaotisch, auch wenn wir dies nicht an die grosse Glocke hängen wollten, daher bin ich sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft.

Wir haben noch viel zu überstehen in dieser Gruppe und Italien bekommt noch eine zweite Chance.

Ich versuche beim Elfmeter immer Ruhe auszustrahlen und den Gegner zu verunsichern. Ich habe Jorginho natürlich auch etwas analysiert, daher habe ich versucht möglichst lange stehen zu bleiben.

Am Mittwoch wird es ein ganz anderes Spiel. Es wird mehr Zweikämpfe geben, aber wir müssen das positive Gefühl von heute mitnehmen.»

Italien schnappt sich den Weltrekord

Dank dem heutigen Unentschieden sichern sich die Italiener den Weltrekord der längsten Serie ohne Niederlage (36 Spiele). Doch die Mannschaft von Mancini muss in der WM-Quali das zweite Unentschieden in Serie hinnehmen.

Twitter-Reaktionen

Das Spiel ist vorbei!

Die Schweiz holt gegen Italien einen mehr als verdienten Punkt! Nach der Leistung in der zweiten Halbzeit wäre ein Sieg nicht einmal gestohlen gewesen. Doch die Mannschaft muss sich bei Yann Sommer bedanken, der die Null hinten dank einer Weltklasse-Leistung gehalten hat.

Eckball Italien

94' Akanji steigt hoch und klärt die Hereingabe.

Letzte Minute läuft

94' Bald ist die Partie um. Gelingt hier der Schweiz noch der Last-Minute-Siegtreffer?

Drei Minuten noch

92' Die Nachspielzeit läuft bereits. Die Schweiz ist am Drücker!

Und dann kriegt Fassnacht aus nächster Nähe den Ball ins Gesicht. Autsch!

Später Siegtreffer für die Nati?

89' Wenige Minuten bleiben noch in dieser Partie und seit geraumer Zeit ist die Schweiz dem Siegtreffer deutlich näher. Vargas powert sich auf der linken Seite durch und holt die nächste Ecke heraus.

Frei sieht gelb

88' Glück für die Schweiz! Da stellen sich Chiesa gleich drei Spieler in den Weg, schlussendlich sieht Fabian Frei gelb für seine Grätsche. Der anschliessende Freistoss von Insigne landet in Sommers Armen.

Zeqiri kommt für die Schlussminuten

85' Seferovic, der heute als einzige Spitze geackert hat und viele Meter für die Mannschaft zurückgelegt hat, geht vom Platz. Der 22-jährige Teamkollege von Vargas soll in den Schlussminuten vorne noch für mehr Gefahr sorgen.

Zakaria ins Aussennetz!

84' Was ist denn hier los! Die Schweiz zaubert gegen den Europameister. Nur das Tor fehlt noch. Zakaria steht am Schuss einer herrlichen Ballstafette, trifft aber nur ins Aussennetz.

Direkte Ecke

83' Enorm wichtig, dass Yann Sommer bei dieser direkt aufs Tor gezogenen Ecke aufmerksam war. Die Nati ist weiterhin besser im Spiel, doch nun kann alles passieren!

Wichtiger Ausrutscher

80' Da rutscht Zaniolo im entscheidenden Moment weg und verpasst daher die gute Chance im Sechzehner der Schweiz.

Elvedi im Gesicht getroffen

79' Da müsste Zaniolo eigentlich die gelbe Karte sehen. Er trifft Elvedi mit dem Ellbogen am Kinn.

Wechsel bei Italien

77' Verratti kommt für Locatelli, den stärksten Akteur der Italiener in der ersten Halbzeit.

Starke Phase der Schweiz!

76' Nun läuft es für unsere Nati. Die Italiener wirken verunsichert und werden von den Schweizern immer wieder zu Fehlern gezwungen.

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