«Stardust»-Darsteller Johnny Flynn: Gelingt ihm als David Bowie der Durchbruch?

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«Stardust»-Darsteller Johnny FlynnGelingt ihm als David Bowie der Durchbruch?

Biopics gelten im Schauspiel als Königsdisziplin. Dem Briten Johnny Flynn könnte das Kunststück mit seiner Rolle in «Stardust» gelingen.

von
Melanie Biedermann

Der Trailer zum Film.

IFC Films

Darum gehts

  • Am Mittwoch startete das unauthorisierte David-Bowie-Biopic «Stardust» in ausgewählten US-Kinos.

  • Die Hauptrolle hat Schauspieler und Musiker Johnny Flynn (37) übernommen.

  • Die Umsetzung stösst manchem Bowie-Fan zwar sauer auf, doch Kritikerinnen und Kritiker sind sich einig: Der Hauptdarsteller ist ein Star.

Johnny Who? Es ist eine von vielen Fragen, die sich das Publikum zur Verfilmung des frühen Lebens von Musiklegende David Bowie stellt. «Stardust» erntete im Vorfeld viel Kritik.

Der Film wurde weder von der Familie der 2016 verstorbenen Popikone noch von deren Nachlassverwaltern abgesegnet. Seine Musik findet darin entsprechend nicht statt. Das geht insofern auf, weil der Film Bowie zeigt, bevor er mit seinem Alter Ego Ziggy Stardust zur Ikone wurde.

Johnny Flynn sucht die Herausforderung

«Ich will Risiken eingehen», erklärte der 37-jährige Hauptdarsteller im Interview mit «The Guardian». Das wolle er mit jeder Rolle. Und wer auf Johnny Flynns Schauspiel-CV blickt, versteht, was er damit meint.

In «Beast» (2017) spielte der Brite etwa einen mordverdächtigen Insulaner, im verstörenden Psychothriller «Cordelia» (2020) einen creepy Musiker, der mit seiner traumatisierten Nachbarin anbandelt. Am anderen Ende von Flynns Spektrum steht die Netflix-Serie «Lovesick» um den romantischen Mid-Twenty Dylan, der nach einer Chlamydiendiagnose alle seine Ex kontaktiert. Allen Rollen gemein ist: Flynn verleiht ihnen Authentizität.

Wie klingt Bowie ohne Bowie?

Für «Stardust» nahm der Schauspieler 15 Kilo ab, und er steuerte ein fiktives Bowie-Lied bei. «Ich wusste, dass der Song nicht genial werden muss, damals umgab ihn ein Gefühl des Versagens», erklärt Flynn, der mit seiner Folk-Band Johnny Flynn & the Sussex Wit selbst Musik macht. Das Risiko scheint sich für ihn auszuzahlen: Fünf namhafte Film- und TV-Produktionen hat Johnny Flynn seit seiner Arbeit an «Stardust» bereits abgedreht.

«Stardust» hat derzeit kein Schweizer Startdatum, doch wer sich von Flynns Talent überzeugen will, kann sich an einem vielfältigen Archiv an Filmen und Serien bedienen. Hier sind die Highlights samt Ausblick in die Zukunft:

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So gings los: Mit «Lovesick», einer Sitcom um beste Freunde, WG-Gspäändli und romantische Windungen. Mittendrin steckt Dylan (Flynn), der nach einer Chlamydiendiagnose versucht, all seine verflossenen Sexpartnerinnen zu kontaktieren. Die Story ist weit charmanter, als die Thematik vermuten lässt.

So gings los: Mit «Lovesick», einer Sitcom um beste Freunde, WG-Gspäändli und romantische Windungen. Mittendrin steckt Dylan (Flynn), der nach einer Chlamydiendiagnose versucht, all seine verflossenen Sexpartnerinnen zu kontaktieren. Die Story ist weit charmanter, als die Thematik vermuten lässt.

Neil Davidson/Netflix
Ein Risiko, das sich weniger lohnte: «Song One». In der Romanze von 2014 spielte Flynn zwar neben Anne Hathaway, doch die Geschichte versandete mit dem Talent des Cast im filmischen Niemandsland.

Ein Risiko, das sich weniger lohnte: «Song One». In der Romanze von 2014 spielte Flynn zwar neben Anne Hathaway, doch die Geschichte versandete mit dem Talent des Cast im filmischen Niemandsland.

Imago Images/Everett Collection
Ganz anders bei «Beast». Der Film dreht sich um die junge Moll (gespielt von der talentierten irischen Newcomerin Jessie Buckley), die sich in Wilderer Pascal verliebt. Die Dynamik sei so seltsam und lebendig, dass man nicht wisse, wem man mehr zuschauen wolle, meinte ein Kritiker damals. Treffender kann mans kaum sagen.

Ganz anders bei «Beast». Der Film dreht sich um die junge Moll (gespielt von der talentierten irischen Newcomerin Jessie Buckley), die sich in Wilderer Pascal verliebt. Die Dynamik sei so seltsam und lebendig, dass man nicht wisse, wem man mehr zuschauen wolle, meinte ein Kritiker damals. Treffender kann mans kaum sagen.

Imago/Zuma Press

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