OL WM Tagebuch: Gelungener Auftakt gibt Vorfreude
Aktualisiert

OL WM TagebuchGelungener Auftakt gibt Vorfreude

Nach dem Mitfiebern im Sprint vom Sonntag war ich so richtig in WM-Stimmung. Dass ich selber nicht am Start stand, sagt viel über die Dichte in unserer Schweizer Mannschaft.

von
Matthias Merz aus Trondheim

Der WM-Auftakt hat bestätigt, was sich schon an der EM im Frühsommer zeigte: Jeder der Schweizer Männer hat das Potenzial für eine Medaille. Ein Journalist hat mir gesagt, dass ihn die Schweizer OL-Männer ans Schweizer Skiteam von Crans-Montana 1987 erinnere. Nun, ich konzentrierte mich damals mehr auf meinen 3. Geburtstag als auf die Ski-WM – aber vielleicht liegt der Vergleich gar nicht so daneben.

Über die Mitteldistanz wurden am Montag noch keine Medaillen vergeben, es war erst der Qualifikationslauf – auf die Vorbereitung und die Konzentration hat dies aber keinen Einfluss. Die angesprochene Dichte der Mannschaft bringt mit sich, dass ich zu einem recht frühen Zeitpunkt starten musste. Das war zwar ungewohnt – aber mit der richtigen Einstellung kein Problem. Denn auf unserem Niveau dürfen solche Dinge keine Rolle spielen. Ich beendete meinen Qualifikationslauf als Vierter, und es war noch nicht alles ganz perfekt. Mit Trainer Thomas Bührer besprach ich diese Details und konnte damit den Tag abschliessen – bereit für den nächsten Einsatz!

Matthias Merz wurde an der WM 2007 Weltmeister über die Langdistanz. Im Sprint gewann er 2007 Silber, und über die Mitteldistanz 2009 Bronze.

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