Aktualisiert 27.12.2009 18:22

Wintersport

Gelungener Start in die Hochsaison

Insgesamt bescherte das Wochende nach Weihnachten den Wintersportorten einen traumhaften Start in die Hochsaison. Getrübt wurde es durch zahlreiche Skiunfälle. Zwei Tourenfahrer wurden im Bündnerland durch eine Lawine verletzt, die sie selbst ausgelöst hatten.

Für die Skiorte erwiesen sich der Stephanstag und der 27. Dezember bei schönem Winterwetter als ausgezeichnete Tage. «Der Andrang war mindestens so gross wie im Vorjahr», sagte Stefan Pfaff, Teamleiter Gästeinformation bei der Weissen Arena Laax Flims Falera im Bündnerland, auf Anfrage.

Von «zwei guten Tagen» sprach auch Carlo Danioth, der Pisten- und Rettungschef der Sportbahnen Andermatt. Am Stephanstag seien vor allem auch viele Tagesgäste in das Skigebiet in der Innerschweiz gereist. «Die Pisten-Verhältnisse sind ausgezeichnet», sagte Danioth weiter. Es sei aber viel Arbeit zur Präparierung nötig gewesen, da der starke Wind für viele Verwehungen gesorgt habe. Der Wind führte auch dazu, dass die meisten Skigebiete an Weihnachten einige Bahnen - vor allem in hohen Lagen - schliessen mussten.

Simon Bickel, Sprecher der Jungfraubahnen im Berner Oberland, zeigte sich auf Anfrage ebenfalls zufrieden mit dem Wochenende. «Der Stephanstag war überdurchschnittlich.» Es sei eine glückliche Fügung gewesen, dass das Wetter an den beiden Weihnachtstagen eher schlecht gewesen sei. Diese Tage seien traditionell weniger gut.

Rega mit viel Arbeit

Der Andrang bei den Skigebieten hat der Rettungsflugwaht (Rega) entsprechend viel Arbeit gebracht: Sie rückte zwischen Heiligabend und Sonntag rund 110 Mal aus, vor allem zu Skiunfällen. Alleine 40 Einsätze flogen die Helikopter der Rega am Sonntag, wie Rega-Mediensprecher Christian Trottmann auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. «An einem schönen Wochenende im Winter ist dies ein üblicher Wert.» Unter den Verunfallten seien am Sonntag auffallend viele Kinder und Jugendliche gewesen.

Die Rega-Ärzte hätten die üblichen Verletzungen behandelt, die beim Skifahren oder Snowboarden passierten. Dazu zählen Verletzungen an Schultern oder Beinen sowie Gehirnerschütterungen.

Lawinen verschütten Skifahrer

Nach wie vor als «erheblich» eingestuft wird die Lawinengefahr. In Anzère VS, am Piz Nair oberhalb von St. Moritz GR und am Piz Avat in Sumvitg GR in der Surselva gingen am Sonntagnachmittag Lawinen nieder. Alle drei wurden durch Skifahrer, die sich abseits der Piste aufhielten, ausgelöst.

Am Piz Nair wurde zunächst ein Skifahrer vermisst. Später stellte sich heraus, dass dieser bereits zu Tale gefahren war. Am Piz Avat konnten sich zwei Skitourenfahrer aus eigener Kraft aus den von ihnen ausgelösten Schneemassen befreien. Sie erlitten aber Verletzungen.

Eine gross angelegte, aber schliesslich unnötige Suchaktion wurde nach einem Lawinenniedergang in Anzère im Wallis ins Rollen gebracht: Drei Variantenfahrer hatten ausserhalb der markierten Pisten eine Lawine ausgelöst. Diese ging auf die gesicherte Piste «Les Rousses» nieder, wo sie einen 39-jährigen Freiburger mitriss. Der Mann wurde geborgen und von der Rega mit leichten Verletzungen ins Spital Sitten geflogen. Die Suche nach einem möglicherweise zweiten Verschütteten wurde am Nachmittag eingestellt, nachdem sich herausstellte, dass sich dieser selber aus den Schneemassen befreit und seine Fahrt fortgesetzt hatte.

Im Bündnerland ereignete sich zudem ein tödlicher Skiunfall. Ein 56-jähriger Zürcher blieb am Samstagnachmittag in Bivio GR am Julierpass mit seinen Skis an einer gefrorenen Schneeverwehung hängen und stürzte kopfüber in den Tiefschnee. Aus dieser Lage konnte er sich nicht mehr befreien. (sda)

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