Berikon AG: Gemeinde geht mit Hunden auf Käfer-Jagd
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Berikon AGGemeinde geht mit Hunden auf Käfer-Jagd

Seit in Berikon AG ein einzelner Laubholzbockkäfer gefunden wurde, sucht die Gemeinde minutiös nach weiteren Exemplaren – denn das Insekt kann grossen Schaden anrichten.

von
ced
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Der Asiatische Laubholzbockkäfer ist rund vier Zentimeter lang und fällt durch seine weissen Flecken auf.

Der Asiatische Laubholzbockkäfer ist rund vier Zentimeter lang und fällt durch seine weissen Flecken auf.

Beat Forster
Obwohl seine Larven klein sind, können sie grossen Schaden anrichten und ganze Bäume abtöten.

Obwohl seine Larven klein sind, können sie grossen Schaden anrichten und ganze Bäume abtöten.

Keystone/Jean-christophe Bott
Im Holz hinterlässt der Käfer bleistiftdicke Löcher.

Im Holz hinterlässt der Käfer bleistiftdicke Löcher.

Keystone/Jean-christophe Bott

Insekten-Alarm in Berikon: Seit kurzem jagt die Aargauer Gemeinde einen drei bis vier Zentimeter langen Schädling, der laut Verordnung des Bundes umgehend bekämpft werden muss.

Es ist nicht das erste Mal, dass der asiatische Laubholzbockkäfer in der Schweiz für Unruhe sorgt. Man geht davon aus, dass bereits vor vier Jahren erste Exemplare in Holzverpackungen eingeschleppt wurden. 2012 folgten mühsame Bekämpfungsaktionen in den Kantonen Luzern und Thurgau, sowie im Raum Winterthur, wo fast 300 Bäume vernichtet werden mussten. 2014 war Basel-Landschaft an der Reihe. Nun wurde laut «SRF» erneut ein Exemplar in Berikon gesichtet.

Hunde sollen Schädlinge erschnüffeln

Nicht umsonst wird so ein grosser Wirbel um den schwarzen Käfer mit den weissen Tupfen gemacht: Im Unterschied zu anderen Arten frisst sich der asiatische Schädling mit Vorliebe in Jungbäume, bevorzugt in Ahorn, Pappel und Birke. Da er jeweils bleistiftdicke Löcher und hungrige Larven hinterlässt, sterben die Bäume innerhalb weniger Jahre ab. Als letzter Ausweg bleibt meist nur noch das Fällen – denn in der Schweiz hat der Käfer keine natürlichen Feinde und kann sich ungestört verbreiten.

In Berikon hat man deshalb bereits aufgerüstet und sucht seit Montag mit Hunden den Umkreis des Fundortes ab. Die Hunde sind speziell trainiert und nehmen selbst durchs Holz den Geruch der Käfer und deren Larven wahr. Förster Christophe Schmid zu «SRF»: «Im Umkreis vom 200 Metern vom Fundort suchen wir alles minutiös ab, auch alle privaten Gärten.» Die Suchaktion soll bis zum 31. Oktober dauern.

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