Defizit in Millionenhöhe: Gemeinde Muri BE will trotz roten Zahlen keine Steuererhöhung

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Defizit in MillionenhöheGemeinde Muri BE will trotz roten Zahlen keine Steuererhöhung

Die Gemeinde Muri bei Bern rechnet für 2021 mit einem Defizit von 3,88 Millionen Franken. Auf eine Steuererhöhung soll jedoch verzichtet werden.

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Die Gemeinde Muri bei Bern rechnet wegen Corona im 2021 mit einem Defizit von 3,88 Millionen Franken.

Die Gemeinde Muri bei Bern rechnet wegen Corona im 2021 mit einem Defizit von 3,88 Millionen Franken.

PD
Trotzdem will die Gemeinde keine Steuererhöhung.

Trotzdem will die Gemeinde keine Steuererhöhung.

Keystone/Symbolbild
Im Jahr 2020 wurde eine Reduktion der Steueranlage von 1,20 auf 1,14 beschlossen.

Im Jahr 2020 wurde eine Reduktion der Steueranlage von 1,20 auf 1,14 beschlossen.

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Wegen der Corona-Krise rechnet die Gemeinde Muri bei Bern mit roten Zahlen. Der Gemeinderat geht von einem Defizit von 3,88 Millionen Franken aus. Trotzdem soll es keine Steuererhöhung geben. Für den Gemeinderat ist das Defizit aufgrund der hohen Reserven ohne Anpassung der Steueranlage verkraftbar, wie er am Mittwoch mitteilte.

Ab 2022 gehen die Behörden von einer Erholung der Steuereinnahmen aus. Mittelfristig sollten genügend Mittel für einen ausgeglichenen Finanzhaushalt zur Verfügung stehen. Jedoch steigen die Schulden an, weil hohe Investitionen anstehen. Der Gemeinderat sei sich dieses Zielkonflikts bewusst, hiess es weiter.

Eigenkapital von 31 Millionen Franken

Die Jahresrechnung 2019 schloss Muri wegen unverhofft höherer Steuereinnahmen mit einem Überschuss von rund 5 Millionen Franken ab – zurückzuführen auf einmalige Sondersteuern aufgrund von Erbschaften, Grundstückgewinnen und Sonderveranlagungen.

Das Eigenkapital der Gemeinde stieg damit auf 31 Millionen Franken. Das entspricht etwa acht Steueranlagezehnteln. Bereits mit dem Budget 2020 wurde eine Reduktion der Steueranlage von 1,20 auf 1,14 beschlossen.

(RC)

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