500'000 Kubikmeter: Gemeinde warnt vor Felssturz über Bondo
Aktualisiert

500'000 KubikmeterGemeinde warnt vor Felssturz über Bondo

Am Piz Cengalo hat sich in den vergangenen Stunden eine grosse Felsmasse deutlich beschleunigt. Für die Gegend um Bondo bestehe keine unmittelbar erhöhte Gefahr.

von
mch

Das Video zeigt das Ausmass der Verwüstung nach dem Bergsturz in Bondo.

Im südbündnerischen Bergell steht offenbar ein neuer grösserer Felssturz bevor. Am Piz Cengalo bei Bondo bewegte sich der Fels wieder stärker. Die Gemeinde Bregaglia hat über Twitter vor einem möglichen Felssturz am Samstagmorgen gewarnt.

In den vergangenen Stunden habe sich eine Felsmasse zwischen 200'000 und 500'000 Kubikmeter deutlich beschleunigt bewegt, teilte der Führungsstab der Gemeinde Bregaglia am Freitagnachmittag mit. Es zeichne sich ab, dass es am (morgigen) Samstagmorgen zu einem grösseren Felssturz kommen könne, hiess es. Für die Gegend um Bondo bestehe keine unmittelbar erhöhte Gefahr.

Bei einem grossen Bergsturz waren am vergangenen 23. August drei Millionen Kubikmeter Fels vom Grenzberg Piz Cengalo abgebrochen. Der anschliessende Murgang wälzte sich durch das Seitental Val Bondasca bis ins Haupttal Bergell zu den Ortschaften Bondo, Spino und Sottoponte.

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Gefahr weiterhin akut: In ihre Häuser dürfen die Bewohner mindestens zwei Monate lang nicht zurück. (3. September 2017).

Gefahr weiterhin akut: In ihre Häuser dürfen die Bewohner mindestens zwei Monate lang nicht zurück. (3. September 2017).

Keystone/Giancarlo Cattaneo
Es könnte zu weiteren Felsstürzen kommen: Angehörige der Armee stellen in Bondo eine Richtstrahlanlage ein. (2. September 2017)

Es könnte zu weiteren Felsstürzen kommen: Angehörige der Armee stellen in Bondo eine Richtstrahlanlage ein. (2. September 2017)

Keystone/Giancarlo Cattaneo
Aufräumarbeiten: Bagger im Einsatz. (2. September 2017)

Aufräumarbeiten: Bagger im Einsatz. (2. September 2017)

Keystone/Giancarlo Cattaneo

Häuser wurden beschädigt sowie die alte und die neue Kantonsstrasse. Acht Menschen werden seither vermisst. Die Bergwanderer starben vermutlich unter den Trümmern. Am Piz Cengalo befinden sich noch immer zwischen einer halben und einer Millionen Kubikmeter Gestein, die jederzeit abstürzen könnten. (mch/sda)

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