Gemeindefusion im Bündnerland gescheitert

Aktualisiert

Gemeindefusion im Bündnerland gescheitert

Die Fusion von neun Gemeinden im bündnerischen Oberhalbstein zur Gemeinde Surses ist gescheitert. Die Furcht vor höheren Steuern liess die Zusammenschliessung scheitern.

An den Gemeindeversammlungen wurde das Quorum für den Zusammenschluss zur flächenmässig grössten Schweizer Gemeinde verfehlt. Für die Fusion wäre am Freitagabend die Zustimmung von mindestens sieben Gemeinden, die 85 Prozent der Bevölkerung umfassen, nötig gewesen. Nachdem drei Gemeinden Nein sagten, konnte die erste geplante Talschaftsfusion in Graubünden ad acta gelegt werden.

Gegner der Fusion hatten unter anderem argumentiert, es sei besser, wenn die Gemeinden nur projektbezogen zusammenarbeiteten. Ausserdem wurde befürchtet, dass die Steuern bei einem Zusammenschluss früher oder später angehoben werden müssten.

Hätte die Fusion unter den neun Talgemeinden mit insgesamt 2500 Einwohnerinnen und Einwohnern geklappt, wäre mit über 320 Quadratkilometern die flächenmässig grösste Gemeinde der Schweiz entstanden. (sda)

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