Aktualisiert 15.12.2010 23:32

AargauGemeinden standen finanziell gut da

Die Aargauer Gemeinden haben ihre Nettoverschuldung 2009 gegenüber dem Vorjahr um 31,7 Prozent auf insgesamt 105,8 Millionen Franken gesenkt.

Auf einen Aargauer oder eine Aargauerin kam 2009 durchschnittlich eine Nettoschuld von 175 Franken. Von den 229 Gemeinden waren 88 schuldenfrei und weitere sieben unter dem Durchschnitt, wie aus der vom Kanton Aargau am Mittwoch veröffentlichten Gemeindefinanzstatistik 2009 hervorgeht. Im Jahr 2008 hatte die Nettoverschuldung insgesamt 155 Millionen Franken betragen.

Der Rückgang Nettoverschuldung sei mehrheitlich darauf zurückzuführen, dass schuldenfreie Gemeinden ihr Reinvermögen erhöhen konnten, wie Markus Urech vom Departement Volkswirtschaft und Inneres (DVI) auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte.

Finanziell eher schwache Gemeinden hätten ihre Nettoverschuldung hingegen kaum abbauen können. Die Verzinsung der Schulden kostete die Gemeinden 8,5 Millionen Franken.

Steuerertrag gesunken

Der Nettoaufwand erhöhte sich 2009 gegenüber dem Vorjahr um 7,3 Prozent auf 1276 Millionen Franken. Zugleich sank der Steuerertrag zum ersten Mal seit vielen Jahren.

Der Steuerertrag ging um 2,2 Prozent auf 1564 Millionen Franken zurück, was der Kanton auf Mindereinnahmen bei Unternehmen und anderen juristischen Personen zurückführt. Um sieben Prozentpunkte gestiegen ist der Selbstfinanzierungsgrad, auf 105,6 Prozent.

Das Investitionsvolumen lag mit 265 Millionen Franken 134 Millionen Franken tiefer als 2008. Damals investierten die Gemeinden allerdings rund 100 Millionen Franken Leistungen für die Ausfinanzierung der Aargauischen Pensionskasse.

(sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.