Für die Tiere: Gemeinden verteilen gratis Sträucher
Aktualisiert

Für die TiereGemeinden verteilen gratis Sträucher

Exotische Gartenpflanzen und Designergärten machen den einheimischen Tieren das Leben schwer. Deshalb verteilen acht Luzerner Gemeinden jetzt gratis Wildsträucher.

von
Markus Fehlmann
Für einheimische Tiere ein Segen: Biologe Sebastian Meyer mit einem sogenannten Tierlibaum. (mfe)

Für einheimische Tiere ein Segen: Biologe Sebastian Meyer mit einem sogenannten Tierlibaum. (mfe)

«In Schweizer Gärten werden immer mehr exotische Sträucher und Hecken gepflanzt, mit denen unsere einheimischen Tiere nichts anfangen können», sagt Biologe Sebastian Meyer vom Luzerner Öko-Forum. So sei etwa die früh blühende Kornelkirsche (auch Tierlibaum genannt) besonders wichtig für die Nektaraufnahme von überwinternden Schmetterlingen. «Da nützt eine Thuja-Hecke oder ein englischer Rasen in einem Designergarten gar nichts», so Meyer.

Die Stadt Luzern sowie die Gemeinden Adligenswil, Ebikon, Emmen, Horw, Kriens, Meggen und Udligenswil wollen dem Problem entgegenwirken: Sie verteilen ihren Einwohnern auf Bestellung gratis Wildsträucher. Zur Auswahl stehen rund 30 einheimische Gewächse. «Jeder, der einen Garten hat, kann so einen Beitrag zur Artenvielfalt leisten», sagt Meyer. Die Bestellung der Sträucher und die Kosten übernehmen die Gemeinden.

Wie man ausserdem mit einfachen Mitteln aus seinem Garten ein Paradies für einheimische Tiere machen kann, zeigt das Öko-Forum in speziellen Kursen. Meyer: «Für Igel oder Blindschleichen beispielsweise können Gartenbesitzer kleine Ast- oder Steinhaufen aufschütten.»

www.luzerngruent.ch

Deine Meinung