Im Naturschutzgebiet – Gemeinderat auf Ausflug in Italien – Partyvolk feiert illegale Goa-Sause
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Im NaturschutzgebietGemeinderat auf Ausflug in Italien – Partyvolk feiert illegale Goa-Sause

Im Leuker Naturschutzgebiet feierten am Wochenende zwischen 300 und 400 Personen aus dem In- und Ausland an einer unbewilligten Party. Nun ermittelt die Walliser Polizei gegen das Partyvolk.

von
Mira Weingartner
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Im Leuker Naturschutzgebiet waren am Wochenende zwischen 300 und 400 Personen anwesend, machten illegal Party und hörten lautstarke Musik. Schliesslich rückte die Polizei in den Pfynwald aus. 

Im Leuker Naturschutzgebiet waren am Wochenende zwischen 300 und 400 Personen anwesend, machten illegal Party und hörten lautstarke Musik. Schliesslich rückte die Polizei in den Pfynwald aus.

Kapo VS
 Denn die Gemeindebehörden hatten für diese Veranstaltung keine Bewilligung erteilt. 

Denn die Gemeindebehörden hatten für diese Veranstaltung keine Bewilligung erteilt.

Kapo VS
 Die Gemeinde Leuk hat inzwischen gemäss Polizei eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung eingereicht.

Die Gemeinde Leuk hat inzwischen gemäss Polizei eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung eingereicht.

Darum gehts

  • In Leuk VS trafen sich am Wochenende mehrere Hundert Goa-Anhänger aus dem In- und Ausland.

  • Im dortigen Naturschutzgebiet, dem Pfynwald, schmissen sie ein illegales Fest.

  • Nun ermittelt die Walliser Polizei gegen das Partyvolk.

  • Die Gemeinde hat zudem eine Strafanzeige eingereicht.

Der Gemeinderat von Leuk machte sich vergangenes Wochenende auf zu einem Teamausflug nach Rom. Während die Exekutivmitglieder gemeinsam die italienische Hauptstadt auskundschafteten, ging zuhause im Wallis die Post ab: Wie aus dem Nichts tauchte am Samstagvormittag im Leuker Naturschutzgebiet ein Tross an Fahrzeugen, Wohnwägen und kleineren und grösseren Lastwagen auf.

Innert kürzester Zeit verwandelte sich dann der örtliche Pfynwald mit seiner geschützten Biodiversität in die Arena eines internationalen Goa-Festivals. 300 bis 400 Leute aus der Schweiz, vor allem aber auch aus dem Ausland, aus Deutschland, Frankreich, Belgien und Spanien, schmissen dort zwischen den Bäumen eine grosse Party. Es wurden Zelte aufgebaut, Feuer gemacht, Musik gehört, getanzt und gefeiert. Dies ganz ohne Erlaubnis: «Die Behörden hatten für diese Veranstaltung keine Bewilligung erteilt», sagt der Walliser Polizeisprecher Markus Rieder.

Die Gemeinde Leuk sowie die Polizei seien von der illegalen Party regelrecht überrascht worden: «Wir hatten vorab keinerlei Hinweise, dass sich hier irgendetwas anbahnen wird», sagt Polizeisprecher Rieder. Dennoch waren die von Drittpersonen alarmierten Ordnungshüter am Samstag schliesslich schnell auf dem Platz. Die Kantonspolizei kontrollierte und identifizierte die im Naturschutzgebiet anwesenden Personen und stellte ihnen zugleich ein Ultimatum: Bis am Sonntag, dem 14. November 2021, um 14 Uhr, hätten sie das Gelände zu verlassen.

Polizei versucht, die Organisatoren ausfindig zu machen

Gemäss Gemeinde Leuk sei der grösste Teil des Partyvolks im Laufe des Sonntags dann auch tatsächlich wieder abgereist. Doch weshalb wurde der unbewilligten Goa-Party nicht bereits am Samstag der Stecker gezogen? Dies sei eine Frage der Verhältnismässigkeit, heisst es vonseiten der Polizei. Man habe bei einer Anzahl von mehreren Hundert Leuten keine Eskalation provozieren wollen. Zudem musste man wohl auch aufpassen, dass die Leute nicht in fahrunfähigem Zustand des Platzes verwiesen wurden.

Wie und weshalb sich diese internationale Goa-Community ausgerechnet das Leuker Naturschutzgebiet für ihre Feier ausgesucht hatte, ist der Gemeinde ein Rätsel: «Wir wissen derzeit noch nicht, wer die Organisatoren dieser Veranstaltung sind und wie sie auf Leuk als Veranstaltungsort gekommen sind», heisst es dort. Die Hintergründe der Party sind so Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. «Die Zuwiderhandelnden werden bei der zuständigen Behörde angezeigt», teilt die Kapo mit. Derzeit gestalte es sich jedoch noch als schwierig, die Hauptverantwortlichen ausfindig zu machen. «Das ist wohl die Betriebserfahrung dieser Truppe, dass sie nur schwer zur Rechenschaft gezogen werden können», ärgert man sich bei der Gemeinde Leuk.

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