Energiepolitik: Gemeinderat fordert Strategie ohne Risiken
Aktualisiert

EnergiepolitikGemeinderat fordert Strategie ohne Risiken

Der Zürcher Gemeinderat fordert vom Kantonsrat, dass dieser eine Energiestrategie ohne nukleare Risiken ausarbeitet.

Das Parlament hat eine entsprechende Behördeninitiative der Grünen am Mittwoch mit 72 zu 47 Stimmen unterstützt.

Niemand, der von Vernunft sei, rede noch von neuen Atomkraftwerken, sagte ein Vertreter der Grünen. Es sei nötig, den Kanton aufzufordern, etwas zu unternehmen.

«Wir brauchen einen Einstieg in den Ausstieg», sagte eine Vertreterin der Grünliberalen. Die GLP-Fraktion stimmte dem Antrag zu, gab aber zu Bedenken, dass das Anliegen auch im Kantonsrat hätte eingereicht werden können.

SVP will nicht bei Kerzenschein ins Bett

Ähnlicher Meinung war die FDP. Der Gemeinderat solle besser Vorstösse einreichen, die in seiner Kompetenz lägen. Der Kantonsrat behandle solche Anträge wie den vorliegenden nicht wohlwollend.

Ein SVP-Vertreter betonte, dass man den Kanton nicht zu etwas zwingen könne, das er nicht umsetzen könne. Der Ausstieg aus der Atomenergie sei zudem nicht so schnell möglich, sondern müsse langfristig angegangen werden. Wenn er ins Bett gehe, wolle er keine Kerze brauchen, sondern eine Lampe einschalten können, sagte der SVP- Vertreter weiter.

Ins selbe Horn blies ein CVP-Sprecher. In den nächsten 20 Jahren sei es nicht möglich, ausschliesslich erneuerbare Energie zu beziehen. Mit Atomenergie sei es ähnlich wie mit potenten Medikamenten. Man müsse sie wegen der Nebenwirkungen einfach möglichst sparsam einsetzen.

(20 Minuten/sda)

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