Unbewilligte Demo : Gemeinderat hat Strafanzeige eingereicht
Aktualisiert

Unbewilligte Demo Gemeinderat hat Strafanzeige eingereicht

Der Gemeinderat von Hombrechtikon ZH will keinen Extremismus. Er hat Strafanzeige gegen die Teilnehmenden einer unbewilligten Demo gegen Rassismus eingereicht.

Die Demonstration hatte am Donnerstagabend in der Gemeinde Hombrechtikon ZH stattgefunden.

Die Demonstration hatte am Donnerstagabend in der Gemeinde Hombrechtikon ZH stattgefunden.

Zwischen 50 und 80 Personen waren am Donnerstagabend mit Transparenten durch Hombrechtikon gezogen, viele davon waren vermummt. Zur Demonstration gegen Faschismus, Rassismus und Antisemitismus aufgerufen hatte die Antifaschistische Aktionsfront Zürich. In einer Mitteilung hielt die Gruppierung fest, die 8500 Einwohner zählende Gemeinde sei für die Kundgebung ausgewählt worden, weil dort das Nazi-Netzwerk «Blood & Honour Zürich» und dessen Aktivisten verankert seien.

Die Demonstration sei widerrechtlich gewesen, schreibt der Gemeinderat. Es sei zu Sachbeschädigungen gekommen. In engem Kontakt mit Spezialisten der Kantonspolizei Zürich habe er beschlossen, Anzeige gegen die Organisation und die Teilnehmenden wegen unbewilligter Demonstration und wegen Sachbeschädigung einzureichen.

Bereits die zweite Anzeige gegen Extremisten

Die Gemeinde Hombrechtikon sei bereits zum zweiten Mal als «Kundgebungsplattform einer extremistischen Bewegung missbraucht worden», schreibt der Gemeinderat. Dies sei in der Vergangenheit nicht geduldet worden und werde auch in Zukunft nicht geduldet. Alle Gemeinderatsmitglieder distanzierten sich «in aller Schärfe und unmissverständlich gegen jedwelche Form von Extremismus».

Im Februar 2012 hatte in Hombrechtikon ein - ebenfalls nicht bewilligter - Fackelzug von Rechtsextremen für Schlagzeilen gesorgt. Auch damals hatte der Gemeinderat Anzeige gegen Unbekannt eingereicht. (sda)

Deine Meinung