Udligenswil: Gemeinderat wehrt sich gegen höhere ÖV-Kosten
Aktualisiert

UdligenswilGemeinderat wehrt sich gegen höhere ÖV-Kosten

Der Udligenswiler Gemeinderat fühlt sich übergangen: Für die Umsetzung des ÖV-Konzepts «AggloMobil due» solle die Gemeinde mehr bezahlen. Davon sei aber nie die Rede gewesen.

von
gwa
Der Udligenswiler Gemeinderat ist mit der Umgestaltung der Linie 73 unzufrieden

Der Udligenswiler Gemeinderat ist mit der Umgestaltung der Linie 73 unzufrieden

«Bei der Umsetzung des Konzepts AggloMobil due sind die Wünsche und Empfehlungen der Gemeinde Udligenswil übergangen worden», schreibt der Gemeinderat. Grund für den Unmut des Udligenswiler Gemeinderats sind Kosten in der Höhe von 26'716 Franken. «Von einer Kostensteigerung im nun vorgeschlagenen Mass war seitens des Verkehrsverbunds nie die Rede.» Man habe gemäss den Angaben des Verkehrsverbundes Luzern (VVL) einen Beitrag von 270'019 Franken budgetiert. «Dieser Betrag ist mit dem Voranschlag genehmigt worden und für den Gemeinderat verbindlich.»

Die nun erhobenen Zusatzkosten müssten durch Mehrleistungen aufgewogen werden. Zwar gäbe es Mehrleistungen für die Gemeinde, dies jedoch vorwiegend in den Nebenverkehrszeiten. «Die Qualität der Busverbindung Nr. 73 hat mit der neuen Linienführung spürbar abgenommen», schreibt der Gemeinderat. Sie sei nun eher eine Stadtverbindung als eine Überlandlinie, was nicht den Kundenbedürfnissen entsprechen würde

«Landgemeinden sollen wie Partner behandelt werden»

Für den Gemeinderat sei unbestritten, dass für den ÖV-Betrieb genügend Geld zur Verfügung gestellt werden müsse. Trotzdem sähe man die Mehrkosten wegen der qualitativen Verschlechterungen nicht als gerechtfertigt an. An einer einvernehmlichen Lösung sei der Gemeinderat nach wie vor interessiert. Man sei aber auch bereit, mit entschlossenem Vorgehen ein Zeichen zu setzen, «dass künftig die Landgemeinden vermehrt auch wieder als Partner und nicht nur als blosse Zahlstellen behandelt werden».

Deine Meinung