Aktualisiert 18.09.2014 06:32

Zürich

Gemeinderat will Coaching für Stadtpolizei

Die Arbeit der Zürcher Stadtpolizisten wird immer schwieriger. Deshalb will der Gemeinderat, dass sie mit Angeboten wie Supervision oder Coaching entlastet und unterstützt werden.

Die Stadtpolizisten haben eine belastende Arbeit. Deshalb will der Gemeinderat, dass sie von Coachs unterstützt werden.

Die Stadtpolizisten haben eine belastende Arbeit. Deshalb will der Gemeinderat, dass sie von Coachs unterstützt werden.

Das Zürcher Stadtparlament hat am Mittwoch ein entsprechendes Postulat der Grünen mit 70 Ja- zu 43 Nein-Stimmen überwiesen. Die Arbeit der Stadtpolizei sei sehr schwierig in einem sehr schwierigen Umfeld, begründeten die Grünen ihren Vorstoss. Es sei wichtig, dass die Polizistinnen und Polizisten ihre negativen Erlebnisse gut verarbeiten könnten.

Gegen das Postulat waren SVP, FDP und CVP: Es gebe bereits Angebote, sagte der FDP-Sprecher. Zudem sei es ein falscher Ansatz, die Stadtpolizei zu entlasten. Eine wirkliche Entlastung wäre eine personelle Aufstockung, waren sich FDP und CVP einig.

Situation hat sich in den letzten Jahren verschärft

Gemäss Polizeivorsteher Richard Wolff (AL) gibt es bereits einige Angebote. Natürlich könne man das noch verbessern, sagte Wolff. Die Situation an der Front habe sich in den letzten Jahren verschärft, die Bedrohung zugenommen. Es gehe nicht um mehr Polizisten oder mehr Psychologen, sondern darum, die Polizisten, «die wir haben», gut zu betreuen. Der Stadtrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.

Das Stadtparlament überwies zudem ein Postulat der Grünen zur Personalwerbung bei der Stadtpolizei mit 58 Ja- gegen 54 Nein-Stimmen von SVP, FDP, GLP und CVP.

Der Personalwerbung der Stadtpolizei solle vermehrt die gesellschaftliche Bedeutung und Wertschätzung den Polizeibeamten gegenüber zum Ausdruck bringen, war die Begründung. Nur so scheine es möglich, mit vernünftigem Aufwand qualifiziertes Personal für die Stadtpolizei zu finden. Polizeivorsteher Wolff lehnt das Postulat ab. Mit der aktuellen Kampagne würden bereits die Leute gesucht, die bei der Stadtpolizei noch zu wenig vertreten seien, sagte Wolff. (sda)

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