Steinach SG: Gemeindeschreiber soll Kinder missbraucht haben
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Steinach SGGemeindeschreiber soll Kinder missbraucht haben

Am Mittwoch wurde der Gemeindeschreiber von Steinach SG verhaftet. Ihm werden unter anderem sexuelle Handlungen mit Kindern zur Last gelegt.

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taw
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Der Gemeindeschreiber von Steinach wurde am Mittwochmorgen verhaftet.

Der Gemeindeschreiber von Steinach wurde am Mittwochmorgen verhaftet.

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Dies an seinem Arbeitsort.

Dies an seinem Arbeitsort.

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Es besteht offenbar der Verdacht auf Delikte gegen die sexuelle Integrität.

Es besteht offenbar der Verdacht auf Delikte gegen die sexuelle Integrität.

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Die St. Galler Kantonspolizei bestätigt die Verhaftung gegenüber dem «St. Galler Tagblatt». Sie fand am Mittwochmorgen an seinem Arbeitsort statt. Im Einsatz waren sowohl zivile wie uniformierte Polizisten. «Der Auftrag erfolgte von der Staatsanwaltschaft», so Florian Schneider, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen, gegenüber 20 Minuten. Zudem wurde eine Hausdurchsuchung angeordnet. Diese wurde ebenfalls am Mittwoch durchgeführt.

Dem Gemeindeschreiber von Steinach werden Delikte gegen die sexuelle Integrität vorgeworfen. Beatrice Giger, Sprecherin der St. Galler Staatsanwaltschaft, präzisiert: «Der Beschuldigte steht in Verdacht, im Internet verbotene (harte) Pornografie hergestellt und zugänglich gemacht zu haben. Ebenso wird ihm der Tatbestand der sexuellen Handlungen mit Kindern zur Last gelegt.» Es gehe um mehrere Vorfälle, nicht nur um einen. Bei der Hausdurchsuchung wurden diverse Datenträger sichergestellt. «Der Beschuldigte wurde festgenommen und die Staatsanwaltschaft wird beim Zwangsmassnahmengericht Antrag auf Untersuchungshaft stellen», so Giger.

Gemeindepräsident ist geschockt

Der Steinacher Gemeindepräsident Roland Brändli, war am Mittwochmorgen bei der Verhaftung nicht im Gemeindehaus. «Zum Zeitpunkt der Verhaftung war ich an einer Sitzung in St. Gallen und habe es dann anschliessend von meiner Sekretärin erfahren», sagt er auf Anfrage. «Zuerst war ich geschockt, hatte dann aber keine Zeit, es richtig zu realisieren. Meine ersten Gedanken galten dem Betrieb und wie wir den Ausfall eines wichtigen Mitarbeiters kompensieren können.»

Da es sich bei den Vorwürfen um eine private Angelegenheit handle und nicht um Verstösse bei der Gemeinde, habe er sich keine Meinung bilden wollen.

Auch in der Gemeinde ist man schockiert. SVP-Kantonsrat Max Luterbacher: «Klar kennt man ihn hier in der Gemeinde.» Luterbacher ist Wirt des Hafen-Treffs in Steinach. Da sei der Gemeindeschreiber auch schon Gast gewesen. «Als ich die Meldung auf 20 Minuten gesehen habe, bin ich schon ein wenig erschrocken. Das kam sehr unerwartet.»

Es gilt die Unschuldsvermutung.

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