Berner Klubs vereint: Gemeinsam gegen das Hooligan-Konkordat
Aktualisiert

Berner Klubs vereintGemeinsam gegen das Hooligan-Konkordat

Sieben Profi-Klubs aus der Region Bern stellen sich geschlossen gegen das Hooligan Konkordat. Regierungsrat Käser lässt dies kalt.

von
Christian Holzer
Berner Klubs sind mit dem Hooligan-Konkordat nicht einverstanden.

Berner Klubs sind mit dem Hooligan-Konkordat nicht einverstanden.

Die sieben Berner Top-Klubs der höchsten Eishockey- und Fussball-Ligen sind sich einig: Sie wollen zwar Vorkehrungen gegen Hooligans ergreifen, die vorgesehenen Massnahmen des Hooligan-Konkordates gehen ihnen aber zu weit. Etwa, dass Besucher nur Zutritt zum Heim- oder Gästesektor erhalten, wenn ihre ID vorweisen können: «Das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimmt nicht», so YB-Mediensprecher Albert Staudenmann. Bauliche Massnahmen für solche Kontrollen würden rasch mehrere 100 000 Franken kosten. Auch das geplante Alkoholverbot ausserhalb des Stadions sei nicht verhältnismässig und nur schwer umsetzbar.

Regierungsrat Hans-Jürg Käser, Verfechter des Konkordats, ist damit nicht einverstanden. Denn: Sinkt die Gewaltbereitschaft der Fans, würden die genannten Massnahmen laut Käser wegfallen: «Solche Vorkehrungen sind nur bei Hochrisikospielen geplant.» Ausserdem könne man das Konkordat ohnehin nicht mehr anpassen, da der Grosse Rat demnächst darüber abstimmen werde.

Das stört Andreas Blank, Grossrat und VR-Präsident des EHC Biel. Er würde eine Verschärfung der Strafmasse gegen gewalttätige Besucher begrüssen. Aber: «Das liesse sich auch via Polizeigesetz erreichen», sagt Blank. Mit der gemeinsamen Stellungnahme wollen die Klubs ihre Bedenken in den Grossen Rat einfliessen lassen.

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