Gemeinsame Uni für Tierärtzte
Aktualisiert

Gemeinsame Uni für Tierärtzte

Die Universitätskantone Bern und Zürich bündeln die Tierarzt-Ausbildung. Damit steht das bisher grösste Hochschulreformprojekt der Schweiz vor dem Abschluss.

Die beiden Regierungen haben der Bildung einer gemeinsamen Fakultät unter dem Namen Vetsuisse zugestimmt.

Der Start ist für den 1. September 2006 geplant, sofern die beiden Parlamente dem Vorhaben im Frühjahr zustimmen. Mit der Zusammenführung soll vorab die Qualität von Forschung, Lehre und Dienstleistung sowie der internationalen Wettbewerbsfähigkeit gesichert werden, teilten die beiden Regierungen am Donnerstag mit.

Die Vetsuisse-Fakultät wird vorerst standortübergreifend die drei Departemente Präklinik, Klinik und Paraklinik umfassen. Zürich wird einen Schwerpunkt in der Präklinik (Grundfächer wie Physiologie und Anatomie) haben. Die Kompetenzen in den paraklinischen Fächern werden auf Bern und Zürich verteilt.

Es handelt dabei um Fächer wie Pathologie, Bakteriologie, Virologie und Parasitologie. Im Bereich der klinischen Dienstleistungen (Tierspitäler) bleibt die Grundversorgung in Bern und Zürich erhalten. Einzelne Fahrichtungen sollen aber unter den Kliniken aufgeteilt werden.

Da die Kleintiermedizin an Bedeutung gewinnt, wird es bei ihr keine Abstriche geben. Gut funktionierende Kleintierkliniken seien an beiden Standorten unabdingbar, heisst es in der Meldung.

Die Fusion war im Grundsatz bereits Anfang 2003 beschlossen worden. Nun finde «dieses bisher grösste Hochschulreformprojekt der Schweiz seinen baldigen Abschluss».

(sda)

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