Aktualisiert 23.09.2011 11:22

EHEC-KriseGemüsebauern kriegen 2,9 Mio Franken

Der Bund entschädigt die von der EHEC-Krise betroffenen Schweizer Gemüseproduzenten mit 2,9 Millionen Franken. Dies hat der Bundesrat am Freitag beschlossen. Der Bund kommt für die Hälfte des anerkannten Schadens auf.

Während der EHEC-Krise blieben viele Gemüsebauern auf ihren Gurken sitzen und mussten sie wegschmeissen. Nun trägt der Bund 50 Prozent des Schadens.

Während der EHEC-Krise blieben viele Gemüsebauern auf ihren Gurken sitzen und mussten sie wegschmeissen. Nun trägt der Bund 50 Prozent des Schadens.

Der Zusammenbruch des Gurken- und Tomatenmarktes begann Ende Mai mit der Behauptung der deutschen Gesundheitsbehörde, die zum Teil tödliche Durchfall-Epidemie EHEC sei durch spanische Gurken ausgelöst worden.

Diese Falschmeldung vom 26. Mai über die Verbreitung der enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC) in Deutschland durch spanische Gurken hatte auch für die schweizerische Gemüseproduktion schwerwiegende Folgen. Grosse Mengen an Gurken und Tomaten mussten vernichtet werden. Verkaufen liessen sich die Gemüsesorten nur zu deutlich tieferen Preisen als üblich.

Branche hatte keine Schuld

Um den bei den Gemüseproduzenten entstandenen Schaden zu eruieren, wurden die ersten vier Juniwochen berücksichtigt, obwohl sich die Preise auch danach noch nicht normalisiert hatten. Die von den Gemüsebaubetrieben angegebenen Verluste bei Gurken, Tomaten, diversen Salaten und Sprossen während dieser vier Wochen belaufen sich auf 6,6 Millionen Franken.

Weil die Branche keine Schuld an dieser Situation trifft und die Verluste das Unternehmerrisiko übersteigen, entschädigt der Bund 50 Prozent der in dieser Zeit entstandenen, anerkannten Schäden für Gurken und Tomaten. Dafür stellt er 2,9 Millionen Franken zur Verfügung.

Die EU hatte im Juli Sondermassnahmen in Höhe von 227 Millionen Euro zugunsten ihrer von der Krise betroffenen Gemüsebaubetriebe beschlossen.

(sda)

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