Wegen Sturmtief Daisy: Gemüsepreise sind stark gestiegen
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Wegen Sturmtief DaisyGemüsepreise sind stark gestiegen

Klirrende Kälte und klingelnde Kassen nach dem Sturmtief Daisy: Die Gemüsepreise sind in die Höhe geschossen.

von
Elisabeth Rizzi

Gemüseliebhaber dürften die eisige Kälte verfluchen. Die Preise für spanische Zucchetti sind laut Migros-Sprecherin Nathalie Eggen diese Woche um 200 Prozent gestiegen. Italienischer und belgischer Lauch ist bei Coop 40 Prozent teurer. Für Eisbergsalat und Tomaten muss man 30 bzw. 20 Prozent mehr hinblättern. Weitere Kandidaten für Preissteigerungen sind italienischer Blumenkohl, Broccoli, Fenchel, Blattsalate sowie spanische Auberginen. «Die betroffenen Produkte sind eingefroren und können nicht mehr geerntet werden», so Coop-Sprecher Nicolas Schmied. Auch Schweizer Gemüse ist betroffen. «Bei Kälte und Schnee ist die Lauchernte unmöglich», sagt Nicolas Fellay, Direktor des Verbandes Schweizerischer Gemüseproduzenten. Statt für 3.50 werde das Gemüse darum jetzt für 3.70 Fr. pro Kilo an die Grossverteiler verkauft. «Hält die Kälte an und steigen die Importpreise, werden sich Schweizer Produkte in den nächsten Wochen weiter verteuern.» Allerdings können die Konsumenten auch vom guten Gemüsewetter des letzten Sommers profitieren: Schweizer Lagergemüse wie Karotten, Wirz und Zwiebeln sind laut Fellay gegenwärtig so billig wie noch nie. So verkaufen die Gemüsebauern ihre Zwiebeln für 70 Rappen pro Kilo an die Grossverteiler (Höchststand 1.50 Fr.). Und: «Die Gemüsepreise verändern sich wöchentlich. Ein schneller Preisrückgang ist also möglich.»

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