«Genau so gut könnte man Handgranaten prämieren»
Aktualisiert

«Genau so gut könnte man Handgranaten prämieren»

Legal, aber für viele geschmacklos: An der Animalia werden Kampfhunde ausgestellt und prämiert, als ob nichts geschehen wäre.

Tausende von einheimischen und exotischen Tieren werden an der 3. Messe für Heimtiere und Kleintierzucht am 20. und 21. Mai auf dem Olma-Gelände zu sehen sein. Doch neben Streichelzoo und Lamatrecking werden an der Tiermesse auch Kampfhunde ausgestellt und prämiert: American Staffordshire-Terrier, Mastino Napoletano, Rottweiler, Dogo Argentino usw. – die ganze Liste der von mehreren Kantonen als potenziell gefährlich bezeichneten Hunderassen ist an der Animalia vertreten.

Die Thurgauer Regierung hat vorgestern restriktive Vorgaben für Halter von solchen Hunderassen angekündigt. Und dass die St. Galler Regierungsrätin Karin Keller Sutter Kampfhunde seit dem Tod eines sechsjährigen Buben in Oberglatt am liebsten ganz verbieten möchte, ist bekannt. Trotzdem sieht die Messeleitung kein Problem mit der Kampfhundeprämierung: «Im Gegenteil. Das ist für uns auch ein Statement, dass das ganz normale Hunde sind», sagt Thomas Waespe von der Animalia.

Anders sieht das die CVP-Kantonsrätin Barbara Keller-Inhelder, die die Ausstellung geschmacklos findet: «Ebensogut könnte man Handgranaten oder Maschinengewehre prämieren.»

(bem)

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