Generika sind massiv überteuert
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Generika sind massiv überteuert

Die Schweiz ist immer noch ein Hochpreisland, wenn es um die Medikamentenpreise geht. Bei den Generika besteht gemäss einer Studie ein Sparpotential von 43 Prozent.

Allein bei den umsatzstarken Originalpräparaten und Generika dürfte sich das Sparpotenzial auf 280 Millionen Franken belaufen.

Dies zeigt ein Preisvergleich des Krankenkassenverbands santésuisse. Die Medikamentenpreise in der Schweiz sind im vergangenen Jahr zum ersten Mal gesunken. Massnahmen wie der differenzierte Selbstbehalt bei Generika und die Preissenkungen durch die Pharmaindustrie hätten Bewegung in den Markt gebracht, teilte santésuisse am Donnerstag mit.

Im Vergleich mit den Nachbarländern seien die Preise in der Schweiz aber nach wie vor zu hoch. So sind laut dem Preisvergleich die 100 umsatzstärksten Medikamente in den vier Hauptvergleichsländern Deutschland, Holland, Dänemark und Österreich durchschnittlich um 8 Prozent günstiger als in der Schweiz.

Auch die Generikapreise, die günstigen Nachfolgemedikamente aus bewährten Stoffen, sind in der Schweiz deutlich teurer als im Ausland. Die Studie von santésuisse zeigt ein Sparpotential von 43 Prozent und grosse Preisunterschiede innerhalb der Schweiz.

Der Verband der Schweizer Krankenversicherer fordert deshalb regelmässige Überprüfungen der Medikamentenpreise. Im Generika-Markt solle eine fixe Kostenrückerstattung nach Wirkstoff vorgeschrieben werden. (sda)

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