Aktualisiert 09.12.2008 11:05

DresdenGenetischer Fingerabdruck überführte Kinderschänder

Vor dem Landgericht Dresden hat der Prozess gegen einen Kinderschänder begonnen, der mit Hilfe des grössten Massengentests in der deutschen Kriminalgeschichte überführt worden ist.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 34-Jährigen vor, Ende 2005 und Anfang 2006 zwei neun und elf Jahre alte Mädchen entführt, vergewaltigt und ausgesetzt zu haben. Der bislang nicht einschlägig vorbestrafte LKW-Fahrer war mit Hilfe des genetischen Fingerabdrucks überführt worden und hatte die Taten nach der Festnahme gestanden.

Den Massengentest hatte die Polizei 2006 gestartet, weil sie bei der Suche nach dem Täter nicht weiterkam und ein weiteres Verbrechen befürchtet wurde. Bis zur Festnahme des Angeklagten wurden 14 200 Speichelproben ausgewertet. Notfalls wollte die Polizei bis zu 130 000 Männer in und um Dresden um freiwillige Proben bitten. Wegen der eindeutigen Beweislage wird ein kurzer Prozess erwartet. Das Urteil soll bereits an diesem Donnerstag gesprochen werden. (dapd)

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