Aktualisiert 02.11.2011 00:06

National League A

Genf bodigt den Meister - Fribourg bleibt Leader

Genf Servette lässt dem HCD keine Chance: Gleich 4:0 heisst das Resultat gegen die Bündner. Im Spitzenkampf zwischen Fribourg und den Kloten Flyers setzt sich der Leader durch.

Fribourg setzt sich im Spitzenkampf bei den Kloten Flyers 3:1 durch und feiert den elften Sieg in den letzten zwölf Partien. Fribourg unterstrich eindrücklich, weshalb es in der NLA am wenigsten Gegentreffer erhalten hat. Die Gäste verteidigten äusserst diszipliniert und gewährten den Flyers wenig Raum für deren gefürchtetes Kombinationsspiel. So wurde Gottérons Torhüter Cristobal Huet einzig in der 53. Minute zum 1:2 bezwungen; Michael Liniger profitierte bei seinem zehnten Saisontor von einem Abpraller des ehemaligen NHL-Goalies, der ansonsten eine starke Leistung zeigte. Die Freude Klotens über den Anschlusstreffer währte allerdings nur kurz: 15 Sekunden später stellte Benny Plüss den Zweitore-Vorsprung für Fribourg wieder her.

Für die ersten beiden Tore Gottérons zeichneten Cédric Botter (20.) und Julien Sprunger (33.) verantwortlich. Für Sprunger, der bei allen drei Treffern Fribourgs seinen Stock im Spiel hatte, ging eine sieben Partien dauernde Phase ohne Torerfolg zu Ende. Insgesamt traf er zum 13. Mal in dieser Saison.

Genf zeigts dem Meister

Genève-Servette feiert gegen Schweizer Meister Davos einen diskussionslosen 4:0-Sieg. Die Grundlage zum höchsten Saisonsieg und dem höchsten Heimsieg gegen die Bündner überhaupt legten die Genfer mit einem Doppelschlag im Mitteldrittel.

Erst traf Rico Fata (auf Pass von Goran Bezina) im Powerplay (30.) und nur 70 Sekunden später erhöhte Bezina (auf Pass von Fata) zum 2:0. Die beiden Treffer waren gleichbedeutend mit der Vorentscheidung. Davos, das nie in die Partie fand, vermochte nicht zu reagieren. Im Gegenteil: Im Schlussdrittel trafen auch Paul Savary und Brian Pothier noch für die Genfer. Tobias Stephan feierte seinen zweiten Shutout in dieser Saison.

Davos schwächte sich vor dem ersten Gegentreffer gleich selbst, indem es Tim Ramholt durch eine Spieldauerstrafe verlor. Der Verteidiger geriet wegen einer Zweiminuten-Strafe (Haken) gegen ihn derart in Rage, dass er sich gleich zwei Zehnminuten-Strafen holte, was automatisch einen Restausschluss bedeutet. Diese Undiszipliniertheit brachte die Bündner völlig aus dem Konzept.

Sechster Heimsieg in Folge für die Lions

Die ZSC Lions sichern sich die drei Punkte beim 4:2 gegen die SCL Tigers im Mitteldrittel mit drei Treffern innerhalb von drei Minuten. Nach den sechs Heimniederlagen zum Saisonauftakt gewannen die Zürcher im Hallenstadion nun ihre sechste Partie in Serie.

Luca Cunti, Andres Ambühl und Daniel Schnyder schossen die Lions zwischen der 35. und der 38. Minute mit ihren drei Treffern entscheidend 4:1 in Führung. Im letzten Drittel geriet der 17. Sieg aus den letzten 20 Duellen gegen Langnau nicht mehr in Gefahr. Mit diesem Erfolg in einem über weite Strecken ausgeglichenen Spiel glich das Team von Trainer Bob Hartley die zu Saisonbeginn so miserable Heimbilanz auf 6 Siege und 6 Niederlagen aus.

Obwohl die SCL Tigers das zwischenzeitliche 1:1 durch Sandro Moggi (32.) ebenfalls in Überzahl erzielten, gehörte das Powerplay zum entscheidenden Faktor in dieser Partie. Das 2:1 und das 4:1 erzielten die Zürcher mit einem Spieler mehr auf dem Eis. Die Langnauer dagegen brachten Anfang des letzten Drittels selbst während einer Phase von 79 Sekunden in doppelter Überzahl nichts Zählbares zustande. Bei beiden Teams gehörte das Powerplay in dieser Saison bisher nicht zu den Stärken.

Bern lässt Ambri keine Chance

Joël Vermin ist der Stürmer der Stunde in der National League A. Der 19-Jährige erzielt beim 4:0 gegen Ambri-Piotta zum zweiten Mal in Folge zwei Tore für den SC Bern. Als Ambri-Trainer Kevin Constantine zu Beginn der 46. Minute beim Stande von 0:3 einen sechsten Feldspieler auf das Eis beförderte, sorgte Vermin noch in der gleichen Minute mit seinem Schuss ins leere Tor für die Entscheidung. Der SC Bern feierte mit diesem Erfolg den dritten Sieg in Folge. Bern-Goalie Marco Bührer parierte 22 Schüsse und blieb damit zum dritten Mal in dieser Saison ohne Gegentor.

Dagegen kassierten die Leventiner die zweite (Heim-)Niederlage in Folge ohne eigenen Torerfolg nach dem 0:3 vom Samstag im Tessiner Derby gegen Lugano. Dennoch bleibt der Dorfklub weiterhin in den Playoff-Rängen mit einem Punkt Vorsprung auf das neuntklassierte Biel.

Zuger Paradelinie entscheidet das Spiel gegen Biel

Der EHC Biel verliert das erste Kräftemessen der Saison mit dem EV Zug 2:4. Nur 3896 Zuschauer verfolgen die Partie: Minusrekod in dieser Saison.

Zug fuhr im vierten Auswärtsauftritt in Folge einen unspektakulären, aber nie gefährdeten Sieg ein. Die Innerschweizer konnten sich einmal mehr auf ihre Treffsicherheit ihrer Paradelinie mit Fabian Schnyder, Josh Holden und Damien Brunner verlassen. Schnyders zweite Doublette der Saison brachte den EVZ früh auf Kurs, das 4:1 im Powerplay durch PostFinance-Topskorer Brunner (34.) nahm der Partie jegliche Spannung und Biel die Hoffnung auf den ersten Sieg gegen Zug seit über zwei Jahren.

Für die Bieler Defensive, die durch die Ausfälle von Martin Steinegger (zehn Wochen Pause nach Handoperation) und Tom Preissing (Hirnerschütterung, Rückkehr unbestimmt) personell massiv geschwächt ist, scheint eine Lösung in Sicht. Aus Russland kommend soll in den kommenden Tagen Andrej Sjusin in Biel eintreffen. Der 525-fache NHL-Spieler, der 1996 als Nummer 2 gedraftet worden war, gehörte in der letzten Saison zum Kader von Atlant Mytischtschi in der osteuropäischen Kontinental Hockey Liga.

Unter Huras reiht Lugano Sieg an Sieg

Lugano gewinnt auch das dritte Spiel unter Larry Huras. Die Tessiner bezwingen zu Hause die Rapperswil-Jona Lakers 7:2. Stefan Hürlimann brachte die Lakers in der 10. Minute mit etwas Glück 1:0 in Führung. Damit ging die 162:51 Minuten dauernde Ungeschlagenheit von Luganos Torhüter Benjamin Conz zu Ende.

Die Gastgeber liessen sich dadurch jedoch nicht beeindrucken und wendeten die Partie dank Toren von Hnat Domenichelli (17.) und Daniel Steiner (20.) noch vor der ersten Pause. Im zweiten Drittel erhöhte Lugano auf 5:1, womit die Vorentscheidung gefallen war. Kimmo Rintanen zeichnete sich als Doppeltorschütze aus. Steiner traf beim 5:1 (39.) ebenfalls zum zweiten Mal - wie auch Domenichelli zum 7:2 (59.). Steiner liess sich zudem noch zwei Assists gutschreiben.

NLA, 21. Runde (1.11.11)

Kloten Flyers - Fribourg 1:3 (0:1, 0:1, 1:1)

Kolping Arena. - 5842 Zuschauer. - SR Stricker, Abegglen/Schmid.

Tore: 20. Botter (Sprunger, Vauclair) 0:1. 33. Sprunger (Plüss, Bykow) 0:2. 53. (52:46) Liniger (Stancescu, Blum) 1:2. 54. (53:01) Plüss (Sprunger)

Strafen: 5mal 2 plus 10 Minuten (DuPont) gegen Kloten, 5mal 2 plus 10 Minuten (Sprunger) gegen Fribourg.

PostFinance-Topskorer: DuPont; Bykow.

Kloten: Rüeger; DuPont, Blum; Schelling, Berger; Westcott, Winkler; Marti, Sutter; Wick, Santala, Bieber; Bodenmann, Liniger, Stancescu; Jenni, Kellenberger, Polak; Herren, Walser, Jacquemet.

Fribourg: Huet; Heins, Birbaum; Ngoy, Abplanalp; Loeffel, Barinka; Collenberg; Sprunger, Bykow, Plüss; Cadieux, Botter, Vauclair; Hasani, Dubé, Gamache; Rosa, Jeannin, Knoepfli.

Bemerkungen: Kloten ohne Steiner, Nordgren, Hollenstein, DuBois (alle verletzt) und Lemm (krank). Fribourg ohne Afanasenkow (verletzt). - 17. Lattenschuss Santala.

Genève-Servette - Davos 4:0 (0:0, 2:0, 2:0)

Les Vernets. - 6501 Zuschauer. - SR Kurmann, Bürgi/Marti.

Tore: 30. (29:04) Fata (Bezina/Ausschluss Ramholt) 1:0. 31. (30:14) Bezina (Fata, Trachsler) 2:0. 45. Paul Savary (Mercier, Simek) 3:0. 49. Pothier (Gian-Andrea Randegger/Ausschluss Stoop) 4:0.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 4mal 2 plus 10 Minuten (Ramholt) plus Spieldauer (Ramholt) gegen Davos.

PostFinance-Topskorer: Bezina; Sykora.

Genève-Servette: Stephan; Vukovic, Bezina; Pothier, Gautschi; Hecquefeuille, Mercier; Schneeberger; Fata, Trachsler, Friedli; Simek, Paul Savary, Rubin; Rivera, Berthon, Jean Savary; Roland Gerber, Gian-Andrea Randegger, Flurin Randegger; Girard.

Davos: Genoni; Stoop, Ramholt; Samuel Guerra, Grossmann; Jan von Arx, Back; Untersander, Geiger; Sykora, Reto von Arx, Taticek; Bürgler, Divisek, Dino Wieser; Sciaroni, Steinmann, Sejna; Kuonen, Joggi, Sieber.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Salmelainen, Dan Fritsche, Pivron, Walsky (alle verletzt), Vermeille und Adrian Brunner (beide überzählig), Davos ohne Forster, Guggisberg, Marha, Rizzi und Reymondin (alle verletzt). Pfostenschuss Mercier (2.). Timeout Davos (57.).

ZSC Lions - SCL Tigers 4:2 (1:0, 3:1, 0:1)

Hallenstadion. - 7003 Zuschauer. - SR Prugger, Fluri/Müller.

Tore: 17. Kenins (Geering, Bühler) 1:0. 32. Sandro Moggi (Claudio Moggi, Philippe Rytz/Ausschluss Patrik Bärtschi) 1:1. 35. Cunti (Monnet, Ambühl/Ausschluss Perrault) 2:1. 37. (36:54) Ambühl 3:1. 38. (37:33) Daniel Schnyder (Tambellini, McCarthy/Ausschluss Sandro Moggi) 4:1. 60. (59:31) Claudio Moggi 4:2.

Strafen: 5mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 5mal 2 plus 10 Minuten (Esche) gegen die SCL Tigers.

PostFinance-Topskorer: Tambellini; Simon Moser.

ZSC Lions: Flüeler; Blindenbacher, Seger; McCarthy, Daniel Schnyder; Gobbi, Geering; Stoffel; Tambellini, Cunti, Ambühl; Patrik Bärtschi, Pittis, Monnet; Bastl, Nylander, Kenins; Bühler, Schäppi, Schommer; Ryser.

SCL Tigers: Esche; Christian Moser, Reber; Stettler, Philippe Rytz; Lardi, Simon Lüthi; Schilt; Lukas Haas, McLean, Simon Moser; Perrault, Genazzi, Tobias Bucher; Sandro Moggi, Claudio Moggi, Gustafsson; Leblanc, Adrian Gerber, Kim Lindemann; Rexha.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Murphy, Baltisberger, Down, Breitbach, Ziegler und Adrian Wichser (alle verletzt), SCL Tigers ohne Pelletier (gesperrt) und Neff (krank).

Ambri-Piotta - Bern 0:4 (0:1, 0:2, 0:1)

Valascia. - 3524 Zuschauer. - SR Rochette, Kohler/Kehrli.

Tore: 9. Martin Plüss (Bertschy, Philipp Furrer) 0:1. 30. Pascal Berger (Kwiatkowski, Froidevaux) 0:2. 35. Vermin (Pascal Berger, Kwiatkowski) 0:3. 46. Vermin (Pascal Berger) 0:4 (ins leere Tor).

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 4mal 2 Minuten gegen Bern.

PostFinance-Topskorer: Noreau; Gardner.

Ambri-Piotta: Schaefer; Kutlak, Sidler; Noreau, Kobach; Trunz, Müller; Casserini; Pestoni, Walker, Elias Bianchi; Grassi, Landry, Hofmann; Raffainer, Mattia Bianchi, Murovic; Botta, Schlagenhauf, Lachmatow; Duca.

Bern: Bührer; Roche, Philipp Furrer; Hänni, Jobin; Kwiatkowski, Beat Gerber; Höhener; Pascal Berger, Vermin, Dumont; Bertschy, Martin Plüss, Rüthemann; Vigier, Gardner, Reichert; Neuenschwander, Froidevaux, Scherwey.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Demuth (gesperrt), Trevor Meier, Kariya, Schulthess, Westrum (alle verletzt), Incir (krank), Uinter Guerra, Stucki (beide überzählig), Bern ohne Déruns, Lötscher, Morant, Ritchie (alle verletzt) sowie Dominic Meier (überzählig). - 700. NL-Spiel von Pascal Müller. - Pfosten: 21. Dumont, 55. Lachmatow. - Ambri ab 45:05 bis 45:49.

Biel - Zug 2:4 (1:3, 0:1, 1:0)

Eisstadion. - 3896 Zuschauer (Saison-Minusrekord). - SR Kämpfer, Arm/Huggenberger.

Tore: 4. Schnyder (Brunner) 0:1. 9. Schnyder (Brunner, Holden) 0:2. 11. Haas (Lauper) 1:2. 19. Sutter (Lüthi) 1:3. 34. Brunner (Metropolit, Wozniewski/Ausschluss Wellinger) 1:4. 42. Beaudoin (Haas) 2:4.

Strafen: 9mal 2 Minuten gegen Biel, 10mal 2 Minuten gegen Zug.

PostFinance-Topskorer: Miéville; Brunner.

Biel: Berra; Fröhlicher, Huguenin; Gossweiler, Wellinger; Kparghai, Grieder; Ehrensperger, Bordeleau, Marc Wieser; Spylo, Miéville, Beaudoin; Truttmann, Peter, Tschantré; Haas, Wetzel, Lauper.

Zug: Markkanen; Blaser, Fischer; Chiesa, Wozniewski; Furrer, Erni; Brunner, Holden, Schnyder; Christen, Metropolit, Rüfenacht; Lüthi, Sutter, Casutt; Duri Camichel, Oppliger, Lindemann.

Bemerkungen: Biel ohne Preissing, Gloor und Steinegger (alle verletzt). Zug ohne Helbling (gesperrt), Pirnes (überzähliger Ausländer) und Corsin Camichel (mit NLB-Partnerteam Sierre). - 4. Pfostenschuss Oppliger. - 56. Timeout Biel, ab 58:40 ohne Goalie.

Lugano - Rapperswil-Jona Lakers 7:2 (2:1, 3:0, 2:1)

Resega. - 3466 Zuschauer. - SR Reiber, Kaderli/Wüst.

Tore: 10. Hürlimann (Bucher, Burkhalter) 0:1. 17. Domenichelli (Kamber, Nummelin) 1:1. 20. Steiner (Kamber) 2:1. 30. Rintanen (Bednar, Nummelin) 3:1. 36. Rintanen (Ulmer, Bednar) 4:1. 39. Steiner (Domenichelli, Vauclair) 5:1. 43. Nummelin (Romy, Rintanen/Ausschluss Lemm) 6:1. 50. Roest (Reid, Walser/Ausschluss Ulmer; Suri) 6:2. 59. Domenichelli (Steiner, Kamber) 7:2.

Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lugano, 4mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona.

PostFinance-Topskorer: Bednar; Suri.

Lugano: Conz; Hirschi, Nummelin; Ulmer, Vauclair; Nodari, Blatter; Kienzle; Rintanen, Romy, Bednar; Domenichelli, Kamber, Steiner; Niedermayer, Sannitz, Jörg; Simion, Conne, Kostner; Profico.

Rapperswil-Jona: Müller; Geyer, Wälti; Bucher, Walser; Maurer, Gmür; Büsser; Grauwiler, Roest, Suri; Reid, Hartigan, Lemm; Riesen, Burkhalter, Hürlimann; Berger, Camenzind, Rizzello.

Bemerkungen: Lugano ohne Brady Murray, Schlumpf, Reuille (alle verletzt) und Burki (überzähliger Ausländer). Rapperswil-Jona ohne Sirén, Gailland und Jordy Murray (alle verletzt). - Pfostenschüsse: 7. und 13. Domenichelli.

National League A

(si)

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