Playoff-Halbfinal: Genf erzwingt «Belle» – Kloten im Final
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Playoff-HalbfinalGenf erzwingt «Belle» – Kloten im Final

Genf-Servette gewinnt gegen die ZSC Lions dank eines starken Mitteldrittels mit 4:2 und erzwingt ein siebtes Spiel. Die Kloten Flyers schlagen zuhause Fribourg 4:1 und stehen im Final.

Wie bereits in den Playoff-Viertelfinals gegen Lausanne muss der Meister über die volle Distanz von sieben Spielen gehen. Die Leistung in Genf fiel aus Zürcher Optik enttäuschend aus. Die ZSC Lions bemühten sich zwar um die vorzeitige Entscheidung in der Serie, spielten während der ersten 35 Minuten optisch nicht einmal schlecht, leisteten sich aber dilettantische Fehler. Die führten letztlich zum Genfer Sieg.

Den gravierendsten individuellen Fehler leistete sich der routinierte Kanadier Ryan Shannon. Nach sieben Minuten leitete Shannon mit seinem Querpass direkt zum Genfer Gegenspieler Chris Rivera den Zürcher Untergang ein. Mit einem brillanten Solo um Goalie Lukas Flüeler herum realisierte Rivera aus dem Fehler das Führungstor. Die Genfer nützten die Zürcher Schnitzer entschlossen aus. Das 2:0 fiel bloss 61 Sekunden nach der ersten Pause durch Eliot Berthon. Das 3:0 und 4:0 erzielten Denis Hollenstein (38.) und Juraj Simek (39.) innerhalb von 78 Sekunden mit Tempogegenstössen.

In der Favoritenrolle für das siebente Spiel bleiben dank des Heimvorteils wohl die ZSC Lions. In der Romandie lebt der Traum vom ersten Westschweizer Eishockeymeister seit den grossen Zeiten von Villars und La Chaux-de-Fonds noch mindestens zwei Tage weiter.

Kloten - Fribourg: Kloten zum neunten Mal im Playoff-Final

Die Kloten Flyers stehen als erste Finalisten der NLA-Playoffs fest. Die Zürcher gewinnen Spiel Nummer 6 gegen Fribourg-Gottéron 4:1 und gewinnen die Serie mit 4:2. Kloten zieht damit erstmals seit 2011 wieder in einen Playoff-Final ein. Die Flyers könnten zudem den ersten Titel seit 1996 holen. Damals spielte der heutige Trainer Felix Hollenstein als Spieler beim EHC Kloten.

Die bittere Niederlage vom letzten Samstag nach dem Ausgleichstreffer vier Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit hinterliess auf Seiten der Flyers offenbar kaum Spuren. Fribourg wirkte in der Startphase wesentlich nervöser als die Heimmannschaft. Goalie Benjamin Conz war mit 18 Schüssen im ersten Drittel wesentlich stärker beschäftigt als sein souveräner wirkendes Gegenüber Martin Gerber (4).

Diesmal waren es die Flyers, die den Gegner innert kürzester Zeit schockten: eine Doublette durch Victor Stancescu und Tommi Santala innert 13 Sekunden (33.) trug Kloten eine 3:1-Führung ein. Die Entscheidung führte Josh Hennessy, der Ersatz des krank gemeldeten Topskorers Peter Mueller, mit seinem ersten Tor für Kloten zum 4:1 herbei.

Genève-Servette - ZSC Lions 5:2 (1:0, 3:0, 1:2)

Les Vernets. - 7135 Zuschauer (ausverkauft). SR Eichmann/Kurmann, Arm/Küng.

Tore: 8. Rivera 1:0. 22. Berthon (Romy, Hollenstein) 2:0. 38. Hollenstein 3:0. 39. Simek (Mercier) 4:0. 52. (51:37) Blindenbacher (Ryan Keller, Geering) 4:1. 53. (52:31) Chris Baltisberger (Bastl, Dan Fritsche) 4:2. 60. (59:40) Marti (Romy) 5:2 (ins leere Tor).

Strafen: je 3mal 2 Minuten.

PostFinance-Topskorer: Lombardi; Wick.

Genève-Servette: Tobias Stephan; Vukovic, Marti; Mercier, Iglesias; Eliot Antonietti, Bezina; Girardin; Roland Gerber, Rivera, Petrell; Jacquemet, Romy, Hollenstein; Daugavins, Lombardi, Picard; Simek, Rod, Almond; Berthon.

ZSC Lions: Flüeler; Stoffel, Bergeron; Seger, McCarthy; Blindenbacher, Geering; Daniel Schnyder; Ryan Keller, Shannon, Wick; Patrik Bärtschi, Cunti, Kenins; Nilsson, Trachsler, Bastl; Dan Fritsche, Senteler, Schäppi; Chris Baltisberger.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Loeffel (verletzt), Stafford, Meunier und Krutow, ZSC Lions ohne Tabacek (alle überzählig). Timeout Genève-Servette (53.). Pfostenschüsse: Patrik Bärtschi (56./Latte), Kenins (56.).

Kloten Flyers - Fribourg 4:1 (0:0, 3:1, 1:0)

Kolping Arena. - 7287 Zuschauer. - SR Reiber/Stricker, Kaderli/Wüst.

Tore: 21. (20:18) Bodenmann (Bieber) 1:0. 28. Hagman (Dubé, Pouliot/Ausschluss Vandermeer) 1:1. 33. (32:26) Stancescu (Bühler, Romano Lemm) 2:1. 33. (32:39) Santala (Bodenmann) 3:1. 46. Hennessy (Steinmann) 4:1.

Strafen: 6mal 2 Minuten gegen die Kloten Flyers, 8mal 2 plus 5 Minuten plus Spieldauer (Kamerzin) gegen Fribourg.

PostFinance-Topskorer: Santala; Plüss.

Kloten Flyers: Gerber; DuPont, von Gunten; Vandermeer, Randegger; Schelling, Blum; Frick; Bodenmann, Santala, Bieber; Bühler, Romano Lemm, Stancescu; Hennessy, Liniger, Steinmann; Herren, Jenni, Aurelio Lemm.

Fribourg: Conz; Helbling, Abplanalp; Ngoy, Kwiatkowski; Kamerzin, Schilt; Huguenin; Hasani, Dubé, Plüss; Mauldin, Pouliot, Monnet; Sprunger, Bykow, Hagman; Fritsche, Ness, Vauclair.

Bemerkungen: Kloten Flyers ohne Du Bois, Stoop (beide verletzt), Mueller (krank) und Leone (überzählig), Fribourg ohne Huber, Jeannin (beide verletzt), Birbaum, Brügger, Jurcina, Miettinen und Mottet (alle überzählig). - 33. (32:39) Timeout Fribourg.

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