Aktualisiert 09.12.2007 19:53

Genf feiert «Escalade»

Tausende Genferinnen und Genfer haben dem «Escalade»-Umzug beigewohnt. Der grösste historische Umzug Europas erinnert an den Sieg der Genfer über ein Savoyarden-Heer im Jahre 1602.

Die Genferinnen und Genfer hatten Glück: Nach einem regnerischen Tag blieb es in der Rhonestadt während des Umzugs trocken. Wie jedes Jahr marschierten rund 800 Kostümierte durch die von Fackeln beleuchteten Strassen der Altstadt.

Reiter, Trommler, Armbrustschützen, Henker und Geistliche zogen an der applaudierenden Menge vorbei. Auch die «Mutter Royaume» fehlte nicht. Die beherzte Bürgerin hatte den angreifenden Savoyarden einen Topf ihrer Gemüsesuppe über die Köpfe geleert. Der Legende gedenken die Genfer, indem Suppentöpfe aus Schokolade zerbrochen werden.

Die «Escalade»-Feierlichkeiten erinnern an den gescheiterten Versuch von Herzog Charles Emmanuel I. von Savoyen, in der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember 1602 Genf zu erobern. Die Invasoren wollten die Stadtmauern mit Leitern überklettern und die Stadt im Schlaf überraschen. Der Angriff konnte abgewehrt werden.

(sda)

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