Genf: Grünes Licht für Feinstaub- Massnahmen
Aktualisiert

Genf: Grünes Licht für Feinstaub- Massnahmen

Übersteigt der Messwert 150 mg pro Kubikmeter, dürfen in Genf tageweise abwechselnd nur Autos mit geraden oder ungeraden Kennzeichen verkehren.

Der Genfer Staatsrat hat am Mittwoch diese Sofortmassnahmen für den Fall eines erneuten Feinstaub-Alarms genehmigt. Der Wert von 150 mg pro Kubikmeter entspricht dem dreifachen des erlaubten Grenzwertes und wurde letzte Woche in Genf einmal erreicht. Der Kanton fixierte ihn selber, da auf eidgenössischer Ebene entsprechende Vorgaben fehlen.

Man werde diese Massnahme jedoch nur ergreifen, wenn die Wettervorhersagen für mehrere Tage ungünstig seien, sagte Françoise Dubas, Direktorin des kantonalen Dienstes für Luftreinhaltung, auf Anfrage.

Dieselbe Massnahme sieht der Kanton Genf bereits jetzt für den Fall hoher Ozonwerte vor. Im Kampf gegen Ozon sei ein alternierender Autoverkehr aber nie verfügt worden, seit der entsprechende Massnahmenplan in Kraft getreten sei, sagte Dubas.

Als weitere Massnahme gegen Feinstaub sieht die Genfer Regierung eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Autobahnen vor. Angesichts des kleinen Autobahnnetzes auf Kantonsgebiet will Genf dies aber nur verfügen, falls das Waadtland und Frankreich ebenfalls mitmachen. (sda)

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