Igor Dobrowolski: «Genf ist keine Touristenreise»

Aktualisiert

Igor Dobrowolski«Genf ist keine Touristenreise»

Die Probleme von Moldawien-Coach Igor Dobrowolski vor dem zweiten Spiel gegen die Schweiz sind nicht kleiner geworden. Doch der Ex-Servettien gibt sich kämpferisch.

von
Sandro Compagno

Am Montag sind die Osteuropäer von Chisinau her kommend in Genf eingetroffen. Mit der Calvinstadt verbindet Igor Dobrowolski (41) nur gute Erinnerungen: 1992/93 schoss der weitgereiste Stürmer (Castellón, Servette, Olympique Marseille, Atle­tico Madrid, Fortuna Düsseldorf) in 23 Spielen 15 Tore für Servette. «Aber Genf ist keine Touristenreise», sagt der Russe vor dem «Rückspiel» vom Mittwoch im Stade de Genève. «Es ist nicht die Zeit für Stadtrundfahrten, es wartet viel Arbeit auf mich.»

Sorgen in der Abwehr

Sorgen bereitet Dobrowols­ki vor allem seine wacklige Abwehr: «Die Auswahl an international tauglichen Verteidigern ist in Moldawien sehr klein.» Einer der Gründe hierfür ist der stete ­Abfluss moldawischer Fussball-Talente nach Russland. Sobald diese die russische Staatsbürgerschaft annehmen, verlieren sie die moldawische.

Doch neben geopolitischen Schwierigkeiten kämpft Dobrowolski ganz aktuell auch mit regeltechnischen: Die Verteidiger Armas und Sawinow, die am Samstag gegen Frei und Nkufo tüchtig zugelangt haben, sind gelbgesperrt. Die Moldawier müssen also 50 Prozent ihrer wackligen und auch taktisch wenig geschulten Hintermannschaft austauschen.

Hoffen auf die Überraschung

Trotzdem verlangt Dob­rowolski eine «spielerische Steigerung» (wie übrigens auch sein Antipode Ottmar Hitzfeld): «Und wenn wir am Mittwoch in Genf so viel Glück haben, wie ich es in den 90er-Jahren als Spieler hatte, dann wird alles gut.»

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