Genf: Polizeiaffären ohne Ende
Aktualisiert

Genf: Polizeiaffären ohne Ende

Eine neue Affäre erschüttert die Genfer Polizei: Ein 51-jähriger Unteroffizier der Kantonspolizei befindet sich in Untersuchungshaft.

Er wird der Verletzung des Amtsgeheimnisses und der Begünstigung beschuldigt.

Der Unteroffizier befindet sich seit 25 Jahren im Dienst, teilte die Genfer Polizei am Donnerstag mit. Untersuchungsrichterin Alix Francotte-Conus hatte den Haftbefehl am Mittwoch ausgestellt. Derzeit werde nicht über den Fall informiert, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag auf Anfrage.

Die Untersuchungsrichterin war am Donnerstagabend nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Der Unteroffizier sitzt im Gefängnis von Bois-Mermet.

Immer wieder Schlagzeilen

Die Genfer Polizei geriet in den vergangenen Monaten immer wieder in die Schlagzeilen. Am Montag wurde bekannt, dass gegen vier Beamte eine Administrativuntersuchung eröffnet wurde. Sie sollen einen mutmasslichen Dieb - einen Asylbewerber - an Ort und Stelle veranlasst haben, sein Opfer zu entschädigen.

Anfang August soll ein Polizist einen Jugendlichen in mutmasslicher Selbstjustiz geschlagen haben. In diesem Fall wird gegen insgesamt fünf Polizisten ermittelt.

Gegen drei andere Beamte läuft eine Administrativuntersuchung, weil sie mit einem zweifelhaften Scherz in der Stadt Genf das Ende der Junggesellenzeit eines Kollegen begangen hatten. Die Aktion mit rassistischem Beigeschmack hatte bei mehreren Personen Anstoss erregt.

(sda)

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