Aktualisiert 28.02.2015 20:02

Betrug an AS-Monaco-ChefGenfer Kunsthändler im Visier der Ermittler

Mit überhöhten Preisen und gefälschten Dokumenten wollte ein Genfer einem russischen Milliardär Bilder von berühmten Künstlern verkaufen. Nun wurde er angeklagt.

Der Präsident der AS Monaco, Dmitri Rybolowlew, an einem Spiel seines Clubs.

Der Präsident der AS Monaco, Dmitri Rybolowlew, an einem Spiel seines Clubs.

Der Chef des Genfer Unternehmens Natural Le Coultre muss sich in Monaco wegen Betrugs und Geldwäsche verantworten. Gegen den am Donnerstag festgenommenen Kunsthändler wurde am Samstag ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, wie aus Justizkreisen verlautete.

Der Schweizer Geschäftsmann befindet sich gegen eine Kaution in der Höhe von 10 Millionen Euro unter Polizeiaufsicht. Seine mutmassliche Komplizin, eine Schweizerin mit Wohnsitz im Fürstentum, wurde wegen Geldwäscherei angeklagt.

Überhöhte Preise und falsche Dokumente

Mutmassliches Opfer ist der russische Milliardär und Präsident des Fussballvereins AS Monaco, Dmitri Rybolowlew. Der Chef der Genfer Firma wird verdächtigt, Dutzende Bilder berühmter Maler wie Picasso, Modigliani, Gauguin, Degas oder Leonardo da Vinci mithilfe gefälschter Dokumente zu überhöhten Preisen an die Familie Rybolowlew weiterverkauft zu haben. Laut der Anwältin der Rybolowlews hat die Familie rund zehn Jahre lang mit dem Schweizer Geschäfte gemacht.

Natural Le Coultre ist ein Genfer Unternehmen, das im Kunsthandel auf den Transport und die Lagerung von Kunstwerken insbesondere in Zollfreilagern in Genf, Luxemburg und Singapur spezialisiert ist. Die Summe, um die es bei dem Betrug gehen soll, nannte die Staatsanwaltschaft nicht. (sda)

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