Knatsch um Zürichs Strassen: Genner entschuldigt sich bei Stocker
Aktualisiert

Knatsch um Zürichs StrassenGenner entschuldigt sich bei Stocker

Regierungsrat Ernst Stocker ärgert sich über «verzerrte» Aussagen zur Verkehrspolitik, die Stadträtin Ruth Genner gemacht hat. Diese hat sich bei ihm mittlerweile dafür entschuldigt.

von
Roman Hodel
Stadträtin Ruth Genner hat sich bei Regierungsrat Ernst Stocker für ihr «Vorpreschen» entschuldigt. (Foto: Keystone)

Stadträtin Ruth Genner hat sich bei Regierungsrat Ernst Stocker für ihr «Vorpreschen» entschuldigt. (Foto: Keystone)

Stein des Anstosses sind Äusserungen von Stadträtin Ruth Genner (Grüne) zum neuen regionalen Gesamtverkehrskonzept: Die städtische Tiefbauvorsteherin sagte am Montag in einem «Tages-Anzeiger»-Interview, dass sie und der kantonale Volkswirtschaftsdirektor Ernst Stocker (SVP) dem Konzept am letzten Freitag zugestimmt hätten. Auch habe er sich der Idee, dass ein Spurabbau auf der Uraniastrasse möglich sei, «nicht partout verschlossen».

Das verärgerte Stocker so sehr, dass er gestern eine Medienmitteilung verschickte, wonach Genners Aussagen «unpräzis» und «teils verzerrt» seien.

«Ein Spurabbau kommt für mich nicht infrage», betont er gegenüber 20 Minuten. Ohnehin seien konkrete Massnahmen am Freitag kein Thema gewesen – das Konzept gehe bloss in die Vernehmlassung. Stocker: «Das Vorgehen von Frau Genner war ungeschickt, das habe ich ihr telefonisch mitgeteilt.» Man müsse sich in Zukunft besser absprechen. «Mein Ziel ist weiterhin eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadt», so Stocker.

Genner gesteht Fehler ein: «Künftig werden wir zusammen kommunizieren.» Denn sie sei froh, dass man beim Gesamtverkehrskonzept eine «gemeinsame Grundstossrichtung» gefunden habe, obschon es bei den Massnahmen noch viele Differenzen gebe. Genner: «Für mein Vorpreschen habe ich mich bei Herrn Stocker entschuldigt.»

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