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Güterbahnhof-WohnungenGenossenschaften bereit für Finanzierung

Auf dem Areal des Güterbahnhofs sollen 1000 günstige Wohnungen entstehen. Die lokalen Wohnbaugenossenschaften wären bereit, diese gemeinsam zu finanzieren.

von
Roman Hodel
Mitinitiant Koni Frei auf dem Gelände des Güterbahnhofs. Foto: nicolas y. aebi

Mitinitiant Koni Frei auf dem Gelände des Güterbahnhofs. Foto: nicolas y. aebi

«Wir haben eine breit abgestützte Vision», sagt Koni Frei. Der Gastrounternehmer (u. a. Volkshaus) will zusammen mit fünf Partnern ein neues Stück Stadt auf dem Güterbahnhof-Areal im Kreis 4 realisieren. Dazu gehören laut Frei 1000 «erschwingliche» Wohnungen – also 4 Zimmer für 1500 bis 1600 Franken monatlich. Daneben gibts Platz für Kleingewerbe, Kultur und Gastronomie. «Mir schwebt etwa eine Barackenbeiz vor», sagt Frei. «Ohne Speisekarte.» Dort esse man, was auf den Tisch komme. «Möglichst noch serviert von einer hässigen Serviertochter», fügt er schmunzelnd an. Das Interesse von Investoren am Projekt sei gross.

«Die lokalen Wohnbaugenossenschaften stehen bereit und könnten gemeinsam 1000 Wohnungen finanzieren», so Peter Schmid, Präsident der Genossenschaft ABZ. Erste informelle Gespräche hätten stattgefunden. Doch es gibt einen Haken: Auf dem SBB-Areal ist das wegen seiner Kosten umstrittene Polizei- und Justizzentrum geplant. Genehmigt das Stimmvolk am 4. September den 570-Millionen-Kredit für die Ausführung im Gegensatz zum Kantonsrat, platzt der Traum vom neuen Stadtteil. Frei ist aber zuversichtlich: «Die Leute wollen hier lieber ein lebendiges Quartier statt nur Polizei.»

Ralph Bänziger über den Güterbahnhof

«Mir schwebt eine Beiz vor, wo man isst, was auf den Tisch kommt, serviert von einer hässigen Serviertochter.»

Koni Frei, Gastrounternehmer.

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