Georg Fischer wieder in den schwarzen Zahlen
Aktualisiert

Georg Fischer wieder in den schwarzen Zahlen

Der Industriekonzern Georg Fischer ist in den ersten sechs Monaten 2004 wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt.

Das Sparprogramm, das dem Konzern im Geschäftsjahr 2003 rote Zahlen bescherte, zeigt Wirkung.

Der Umsatz von Georg Fischer stieg im ersten Halbjahr um 11 Prozent auf 1,767 Mrd. Franken, wie der Konzern am Montag mitteilte. Der Reingewinn versiebenfachte sich gar auf 48 (Vorjahr: 7) Mio. Franken. Damit schreibt Georg Fischer wieder Gewinne. 2003 war der Konzern mit einem Minus von 147 Mio. Fr. in die Verlustzone abgetaucht.

Das Betriebsergebnis vor Abzug von Steuern und Zinsen (EBIT) hat sich in den ersten sechs Monaten 2004 mehr als verdoppelt und stieg auf 92 (42) Mio. Franken. Markterfolge in Asien, die langsame Konjunkturerholung in Amerika und die Umsetzung des Strukturprogramms hätten die Verbesserung herbeigeführt, begründet Georg Fischer die Resultate.

Restrukturierungen weitgehend abgeschlossen

Das Strukturprogramm sei auf Kurs, heisst es weiter. Die Restrukturierungen seien weitgehend abgeschlossen. Gegenüber dem Vorjahr habe sich der Personalbestand um 10 Prozent verringert. Georg Fischer beschäftigte Mitte Jahr 12 360 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Nettoverschuldung habe Mitte Jahr noch 882 Mio. Fr. betragen. Mit rund 60 Mio. Fr. haben die Devestitionen im Rahmen des Strukturprogramms zur Senkung beigetragen. Ende Juni habe Georg Fischer ein Syndikatskredit über 250 Mio. Fr. mit einem Bankenkonsortium unterzeichnet. Dadurch sei die Finanzierung des Konzern für die nächsten Jahre sichergestellt.

Analysten hatten durchschnittlich einen Umsatz von 1,676 Mrd. Franken, ein Betriebsergebnis von 74,9 Mio. Fr. und einen Reingewinn von 33,9 Mio. Fr. prognostiziert.

Für das zweite Halbjahr rechnet Georg Fischer mit einem ähnlichen Resultat wie im ersten Semester. Der Konzern geht von wenig Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld aus.

Agie Charmilles wieder auf Kurs

Sämtliche Unternehmensgruppen haben gemäss der Mitteilung deutliche Umsatzzuwächse verzeichnet. GF Automative steigerte den Umsatz um 11 Prozent auf 885 Mio. Franken. GF Piping Systems erhöhte den Umsatz um 8 Prozent auf 412 Mio. Franken.

Gleichentags vermeldete die GF-Tochter Agie Charmilles ebenfalls deutlich verbesserte Resultate. Nach einem Verlust in den ersten sechs Monaten 2003 gelang der Werkzeugmaschinen-Herstellerin die Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Es resultierte ein Gewinn von 3 Mio. Franken. Der Umsatz stieg um 15 Prozent auf 466 Mio. Franken. (sda)

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