«Emotionen haben gefehlt»: Georges Bregy geht auf die Walliser Fans los
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«Emotionen haben gefehlt»Georges Bregy geht auf die Walliser Fans los

Der frühere Stürmer des FC Sion kritisiert nach dem Untergang gegen den FC Basel im Schweizer Cupfinal die Zuschauer im Stade de Genève.

von
sr

«Es haben die Emotionen vom Publikum gefehlt»: Georges Bregy nimmt im Stade de Genève kein Blatt vor den Mund. (Video: SRF)

Vielleicht war es der Mythos der Unbezwingbarkeit, der die Anhänger des FC Sion an diesem sonnigen Nachmittag zu sehr blendete. Vielleicht waren es auch die sommerlichen Temperaturen, die es den Zuschauern unmöglich machten, die Lethargie abzulegen.

Vielleicht war es auch die Ehrfurcht vor dem Meister, der die Fans im Stade de Genève lähmte. Obwohl die Walliser dreimal mehr Supporter im Stadion hatten als der FCB, machte sich die zahlenmässige Überlegenheit akustisch kaum bemerkbar.

«Man hat das Publikum nie so gespürt»

Spätestens nach der Pause, als die Basler das erste Tor erzielten, war nur noch die Muttenzer Kurve zu hören. «Es haben die Emotionen vom Publikum gefehlt. Man hat das Publikum nie so gespürt, wie in anderen Cupfinals zuvor», kritisiert die Walliser Fussballlegende Georges Bregy und legt sich mit dieser Aussage nach der 0:3-Pleite mit den eigenen Leuten an.

Bregys Worte finden allerdings auch im Gespräch mit SRF-Moderator Rainer Maria Salzgeber – notabene auch ein Walliser – grosse Zustimmung. «Die Qualität hat über die Emotionen gesiegt», bilanziert Salzgeber und übergibt wieder Bregy, der einst 200 Spiele für den FC Sion bestritt, 95 Tore erzielte und dabei dreimal den Cup gewann.

Der 12. Mann hat gefehlt

«Basel war heute einfach eine Nummer zu gross. Sion ist nie richtig in Fahrt gekommen», sagt der 54-fache Schweizer Nationalspieler Bregy und betont noch einmal: «Die Emotionen haben mir gefehlt, nicht nur auf dem Platz, sondern auch im Umfeld im Stadion.»

Bregy hat mit seiner Meinung einen prominenten Fürsprecher. Für Christian Constantin war die ungenügende Unterstützung der rund 20'000 Fans aus dem Wallis einer der Gründe für die erste Niederlage in einem Cupfinal. «Unsere Fans waren heute nicht der 12. Mann», so der Präsident des FC Sion.

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