Aktualisiert 03.02.2005 21:34

Georgiens Ministerpräsident tot aufgefunden

Rätselhafter Tod des Ministerpräsidenten von Georgien: Surab Schwania (41) soll wegen eines Gasofens gestorben sein.

Schwania, verheiratet und Vater von drei Kindern, starb in der Wohnung seines Freundes Surab Usupow, dem stellvertretenden Gouverneur der Region Kwemo-Kartli, der ebenfalls tot in der Wohnung gefunden wurde. Schwania sass leblos in einem Stuhl im Wohnzimmer vor einem aufgeklappten Backgammon-Spiel, Usupow lag tot in der Küche.

Laut Innenminister Wano Merabischwili drangen Sicherheitskräfte gestern Morgen gegen 4 Uhr durch ein Fenster in das Haus in Tiflis ein, weil sie kein Lebenszeichen vernahmen. Erste Untersuchungen hätten ergeben, dass beide Männer an Gasvergiftung gestorben seien. In der Wohnung habe ein Gasofen mit offenem Feuer ohne ausreichende Entlüftung geheizt. Es gebe keine Hinweise auf Gewalteinwirkung.

«Mit Surab Schwania hat Georgien einen grossen Patrioten verloren, der sein ganzes Leben seinem Vaterland gewidmet hat», sagte der georgische Präsident Michail Saakaschwili während einer Sondersitzung des Kabinetts.

Schwania gehörte der Oppositionsbewegung an, die den damaligen georgischen Präsidenten Eduard Schewardnadse nach einer offenkundig manipulierten Wahl im November 2003 mit wochenlangen Massenprotesten aus dem Amt trieb. (sda)

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