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Langenthal BEGeplantes Minarett ist «ideelle Imission»

Ein Komitee hat gegen das geplante Minarett in Langenthal eine Beschwerde beim Kanton Bern eingereicht. Das Minarett wird darin als ideelle Umweltverunreinigung bezeichnet. Die Stadt Langenthal hatte die Baubewilligung vor einem Monat erteilt.

Das Aktionskomitee «Stopp Minarett» macht in seiner 44-seitigen Beschwerde vor allem bautechnische und ideelle Gründe gegen die Bewilligung des Sakralbaus geltend, wie Komiteesprecher Daniel Zingg am Freitag auf Anfrage sagte.

«Ideelle Imission»

Der Bauplan sei nicht zonenkonform und berücksichtige nicht die Vorgaben für die Parkplatz-Regelung, führte Zingg aus. Zudem sei der Bau des Minaretts mit einer unzulässigen «ideellen Immission» verbunden. Die Frist für Beschwerden an den Kanton läuft dieser Tage aus.

Die Bewilligungsbehörde hat nun 30 Tage Zeit für eine Beschwerdeantwort, wie Matthias Spack vom Rechtsamt der bernischen Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion sagte. Im Durchschnitt dauern solche Beschwerdeverfahren jeweils ein halbes Jahr.

Heftige Reaktionen in der Bevölkerung

Der umstrittene Sakralbau soll auf einem bestehenden Vereinslokal der Islamischen Glaubensgemeinschaft Langenthal entstehen. Neben dem Minarett ist auf dem Gebäude zudem eine Dachkuppe geplant. Auf Gebetsrufe eines Muezzins wird aber ausdrücklich verzichtet.

Das geplante Minarett hat in Langenthal für heftige Reaktionen in der Bevölkerung gesorgt. So wurden beispielsweise Unterschriften für eine Petition gegen den Minarettbau gesammelt. (sda)

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