Aktualisiert 21.11.2017 14:31

Im Südatlantik vermisstGeräusche stammen nicht von verschollenem U-Boot

Hoffnung und Enttäuschung liegen bei der Suche nach einem vermissten U-Boot in Argentinien eng beieinander: Den Suchtrupps läuft indes die Zeit davon.

von
chk

Verschollenes U-Boot: Das schlechte Wetter erschwert die Suche. (Video: Tamedia/Armada Argentina)

Erneuter Rückschlag bei der Suche nach einem verschollenen U-Boot vor der Küste Argentiniens: Die von zwei Marineschiffen vernommenen Geräusche stammten nicht von dem U-Boot mit 44 Menschen an Bord, wie Marinesprecher Enrique Balbi am Montag (Ortszeit) mitteilte. Das Geräusch sei analysiert worden und stamme wohl von einer «biologischen» Quelle und nicht von der «ARA San Juan», so Balbi.

Zuvor hatten argentinische Medien berichtet, die Geräusche stammten von Werkzeugen, die gegen die Wand des U-Boots geschlagen wurden. «Wir alle hatten Hoffnung, aber leider kommt das von gläubigen Quellen, die nicht vertrauenswürdig sind», sagte Balbi.

In einigen Berichten habe es geheissen, dass es sich bei den Geräuschen um Morsezeichen gehandelt habe. Das Geräusch war im südlichen Atlantik rund 360 Kilometer von der argentinischen Küste in einer Tiefe von 200 Metern verzeichnet worden.

Sauerstoffvorrat reicht nur für sieben Tage

Ein Beamter hatte zuvor gesagt, das U-Boot habe am Mittwoch einen Batterieschaden gemeldet und angekündigt, in den Stützpunkt zurückzukehren. Dann sei der Kontakt abgebrochen. Das in Deutschland gebaute U-Boot verschwand auf der Fahrt von Ushuaia an der Südspitze des Landes nach Mar del Plata. An Bord sind 43 Männer und die erste U-Boot-Offizierin des Landes. Im Kampf um ihr Überleben wird die Zeit zunehmend knapp: Unter Wasser reichen die Sauerstoffvorräte laut Balbi nur für sieben Tage.

Die argentinische Marine erhält bei der Suche internationale Hilfe; Flugzeuge und Schiffe anderer Nationen, darunter ein britisches Polarforschungsschiff, beteiligten sich an der Suche. (chk/sda)

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