Gerettete Familie kommt ins Wallis

Aktualisiert

Gerettete Familie kommt ins Wallis

Rund drei Monate nach ihrer dramitischen Rettung vom Monte Lema im Tessin ist die ukrainische Familie heute von Chiasso ins Wallis gebracht worden.

Der Kanton sei nun für die Asylsuchenden zuständig, bestätigte das Bundesamt für Migration (BFM) zu Medienberichten. Der Asylentscheid sei jedoch noch nicht gefallen.

Die 47-jährige Mutter, ihr 21-jähriger Sohn sowie vier weitere Kinder im Alter von neun bis 15 Jahren aus der Ukraine sind am Donnerstag aus dem Empfangs- und Verfahrenszentrum des BFM von Chiasso nach Sitten gebracht worden. BFM-Sprecher Jonas Montani begründete den Schritt mit dem neuen Asylgesetz, wonach die Asylbewerber maximal 60 Tage in den Strukturen des Bundes untergebracht und dann einem Kanton zugewiesen werden. Die Familie ist laut Montani nach wie vor im Asylverfahren.

Am vergangenen 20. Januar war die ukrainische Familie von der italienischen Seite her den verschneiten Monte Lema hochgestiegen und dabei fast erfroren. Im Anschluss an ihre Rettung durch die Rega hatte sich die Tessiner Regierung bei Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf für die Aufnahme der früher bereits zweimal abgewiesenen Familie aus humanitären Gründen eingesetzt. Das BFM sei in regelmässigem Kontakt mit der Tessiner Regierung gewesen, sagte Montani. (dapd)

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