Aktualisiert 10.10.2005 14:31

Gerhard Schröders Rolle bleibt nach wie vor offen

Die politische Zukunft des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder bleibt offen. «Entscheidungen sind dazu heute hier nicht gefallen», sagte SPD-Chef Franz Müntefering nach einer Sitzung des SPD-Vorstands in Berlin.

Schröder habe zugesagt, für die SPD an den Koalitionsverhandlungen mit der Union teilzunehmen. Weitergehende Festlegungen habe es nicht gegeben.

«Wir haben über Personalentscheidungen nicht gesprochen», sagte Müntefering. Es habe im Vorstand allerdings viele Sympathiebekundungen für Schröder gegeben. Müntefering liess auch offen, ob er selbst einen Kabinettsposten übernehmen wird.

Der SPD-Vorstand stimmte der Aufnahme von Koalitionsverhandlungen zu. Von 40 anwesenden Vorstandsmitgliedern hätten zwei mit Nein gestimmt, sieben hätten sich enthalten, sagte Müntefering.

Nach Informationen der «Passauer Neuen Presse» hatte Schröder seinen Rückzug bereits am Sonntagabend in dem Spitzengespräch mit Merkel, dem SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering und CSU-Chef Edmund Stoiber angekündigt. «Mein Lebensweg sieht anders aus», habe Schröder erklärt. Dies sei aus Teilnehmerkreisen berichtet worden, hiess es in dem Bericht. (dapd)

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