Moderate Strafe: Gericht akzeptiert Deal im Fall Tinner

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Moderate StrafeGericht akzeptiert Deal im Fall Tinner

Das Bundesstrafgericht ist mit der Einigung zwischen der Familie Tinner und der Bundesanwaltschaft einverstanden. Damit bleiben alle Tinners auf freiem Fuss.

von
jam

In einem verkürzten Verfahren hat das Bundesstrafgericht in Bellinzona am Dienstag entschieden, dass der Deal zwischen der Bundesanwaltschaft und der Familie Tinner rechtens ist. Ein Beweisverfahren fand nicht mehr statt.

Gemäss dem massgeschneiderten Deal soll Friedrich Tinner und seinen Söhnen Urs und Marco der Gang ins Gefängnis erspart bleiben. Laut der Anklage steht fest, dass ihre Zusammenarbeit mit US-Behörden dazu beigetragen hat, die Atomschmuggelaffäre aufzudecken.

Diesen Deal akzeptiert das Bundesstrafgericht nun. Es verurteilte die Gebrüder Urs und Marco Tinner zu einer 50- respektive 41-monatigen Freiheitsstrafe und den Vater, Friedrich Tinner, zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung.

Tinners bleiben auf freiem Fuss

Die Angeklagten bleiben damit auf freiem Fuss, da die Söhne ihre Strafen bereits abgesessen haben und die Strafe des Vaters eine bedingte war. Die Angeklagten hatten sich bereits früher schuldig erklärt. Sie haben gegen das Kriegsmaterialgesetz verstossen.

Das Gericht sprach die Angeklagten des Verstosses gegen das Kriegsmaterialgesetz schuldig. Sie tragen auch die Verfahrenskosten in der Höhe von 400 000 Franken. Das Gericht hat allerdings mehrere Vorbehalte am Deal angebracht. So hatte es Schwierigkeiten zu beurteilen, ob das verhängte Strafmass der Schwere der ihnen zur Last gelegten Strafen Rechnung tragen würde. Die Richter hoben vor allem die Differenz zwischen der zweijährigen Bewährungsstrafe von Friedrich Tinner und den 50- respektive 41- monatigen Strafen seiner Söhne Urs und Marco hervor.

Die Richter riefen in Erinnerung, dass Friedrich Tinner die Hauptrolle in dieser langen Affäre spielte. Zudem erachtete das Gericht die Zusammenarbeit mit den amerikanischen Behörden keineswegs als strafmildernd. Vielmehr handle es sich um eine unerlaubte Massnahme.

Die Affäre Tinner im Zeitraffer

In der ganzen Affäre Tinner die Übersicht zu behalten, ist nicht ganz einfach. Lesen Sie deshalb hier die Affäre um die Tinners im Zeitraffer. (jam/sda)

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