Gericht soll tödliche Herz-OPs am Berner Inselspital beurteilen
Aktualisiert

Gericht soll tödliche Herz-OPs am Berner Inselspital beurteilen

Nach zwei tödlich verlaufenen Herzoperationen am Berner Inselspital müssen sich ein Chirurg und ein Kardiotechniker nun wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht verantworten.

Die Untersuchungsbehörden haben ihre Ermittlungen abgeschlossen und die beiden Fälle aus den Jahren 2003 und 2004 an das Strafeinzelgericht des Gerichtskreises VIII Bern-Laupen überwiesen, wie sie am Freitag mitteilten.

Im ersten Fall, der sich im September 2003 ereignete, war ein 22-jähriger Mann nach einer Fehlmanipulation an einem externen Thoratec-Gerät ums Leben gekommen. Der verantwortliche Chirurg hatte in diesem Fall für die Verbindung des Patienten mit einem künstlichen Herzens ausserhalb des Körpers eine falsche Klemmbuchse verwendet, was zunächst zu einem Sauerstoffmangel im Gehirn des Mannes und schliesslich zu dessen Tod führte.

Im zweiten Fall, der sich am 18. März 2004 ereignete, starb ein 57-jähriger Mann, nachdem ein Kardiotechniker eine Herz-Lungen-Maschine fehlerhaft bedient hatte. Zum Termin, an dem die beiden Angeschuldigten vor Gericht erscheinen müssen, machten die zuständigen Behörden zunächst keine Angaben.

(dapd)

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